"Oh, wie schön ist Panama" - Ein Reisebericht: Panama City (Teil 1)

"Oh, wie schön ist Panama", das ist der Titel eines Kinderbuchs von Janosch, und das ist das, was viele mit "Panama" verbinden. Ursprünglich heisst "Panama" als indianischer Ausdruck "eine Küste, an der viele Fische zu fangen sind". Inzwischen ist dies jedoch in vielerlei Hinsicht zu verstehen und Panama ist ein Synonym geworden für einen spannenden Mix aus Tradition und Moderne, von Kanal- und Eisenbahn-Nostalgie zum einen und von Wohn-Wolkenkratzern und Banken-Hochhäusern zum andern. 

Panama, welches seit dem 1. Januar 2000 selbst verwaltet ist, und in Colon, auf der Nordseite des Panamakanals mit rund 1.500 Unternehmen die grösste Freihandelszone der Welt betreibt, hat sich freigeschwommen von kolonialen Bevormundungen und blickt selbstbewußt in eine rosige Zukunft. Die Stadt Panama City erzählt diese Geschichte

Eine ganze Reihe Deutsche, Schweizer und Österreicher sind hier unterwegs, manche sind auf Jobsuche, und Jobs gibt es hier viele, z.B. für Bau-Ingenieure und Marketing-Fachleute. Viele Multinationales arbeiten von Panama City aus, und die Infrastruktur des Landes, angefangen mit der Panamericana, die sich von Nord nach Süd zieht bis hin zu den Flughäfen und vielen Gewerbeparks sieht man, dass Panama sich entwickelt. Auch die Bridge of the Americas am Eingang des Panama-Kanals ist längst nicht mehr die einzige Brücke über den Kanal... 

Panama City, ein neues Dubai? Vieles spricht jedenfalls dafür, dass diese Stadt sich weiter entwicklen wird. Der US-amerikanische Doller ist Zahlungsmittel, das macht vieles einfacher. Der Bilbao existiert zwar ebenfalls als Münze (1 Balboa-Münze = 1 Dollar-Schein) und so heißt auch eines von vier sehr gut trinkbaren - und ich möchte hinzufügen aufgrund der tropischen Hitze in weiten Teilen des Landes auch in gut gekühlter Form zwingend erforderlichen - nationalen Biersorten. Das Bier ist also ok, besonders unverwechselbar ist der "Abuelo Rum", der ebenfalls gut gekühlt mit einer Cola und Limette als Cuba Libre ebenfalls ein Lieblingsgetränk von sehr vielen Reisenden darstellt.

Überhaupt, die Reisenden: wir haben fast einen Monat lang mit Reisenden aus sehr vielen europäischen Ländern (z.B. GB, F, ES, P, PL, EST, NL, D, CH, AT, IT) gesprochen, auch mit vielen "Expats", also jene, die Deutschland sonnentechnisch schon seit vielen Jahren den Rücken gekehrt haben. Auch viele US-Amerikaner und Latinos, also z.B. Argentinier oder Chilenen verschlägt, reisen in Panama, und freuen sich über das, was sie dort finden!

Panama City besitzt seit gut einem Jahr die erste und einige Metro in Mittelamerika. Diese ist klimatisiert und dringend erforderlich, da das Verkehrschaos der Wolkenkratzer-Stadt Panama City sonst vermutlich kaum noch zu ertragen wäre. Wer die Grundregeln für Reisende in fremden Ländern beachtet, kann sich auch in Panama City, aber auch in vielen Teilen des Landes recht sicher fühlen, einmal davon abgesehen, dass nicht alle Taxifahrer korrekte Sätze abrechnen und dass es speziell im Süden Richtung Kolumbien Teile des Landes gibt, die man schlicht und ergreifend besser meidet.

Das Casa Viejo, die Altstadt von Panama City wird gerade liebevoll renoviert, was heute in Teilen noch an die zerfallenen Häuserfassaden von Havanna erinnert, wird schon bald ein Schmuckstück der Stadt sein. Und zum Beispiel im Casa Viejo im Design Hotel "Tantalo" absteigt, wie wir es nach dem langen Interkontinentalflug gemacht haben, und dort am Abend die "Roof-Top-Bar" erklimmt. hat einen wunderschönen Blick über die Altstadt und die neue Skyline der Stadt.

Kleiner Tipp am Rande: Einen speziellen Adapter für elektrische Geräte mitbringen oder diesen dann vor Ort erwerben, sonst war's das mit der Nutzung von technischen Kleingeräten wie iPhone, MacBook oder ähnlichem, europäische Elektro-Standards sucht man hier vergebens.

Bald geht's hier weiter mit dem zweiten Teil der Reise: das karibische Inselparadies "Bocas del Toro" im Nordwesten Panamas...