Bücher

Das NowConcept®-Lern-Performance-Modell

Wie Sie Trainings und Seminare performancewirksam machen!

Autor: Valentin Nowotny

Optimierung von Trainings und Seminaren in komplexen Firmenumgebungen

Wie lässt sich die Einbindung von Trainings innerhalb von komplexen Firmenumgebungen optimieren? Das NowConcept®-Lern-Performance-Modell zeigt auf, worauf Trainer, Trainingsinstitute und Führungskräfte sowie Verantwortliche für die betriebliche Weiterbildung im Unternehmen zu achten haben.

Immer wieder stehen Personalentwickler und externe Trainingsanbieter vor der Herausforderung, Trainings und Seminare so zu planen, dass diese eine maximale Wirkung im Sinne der definierten Lernziele und der Unternehmensziele bilden. Viele Trainer sind sich nicht immer bewusst darüber, dass Sie Teil eines komplexen Wirkgefüges sind. Das NowConcept®-Lern-Performance-Modell macht die Verantwortlichkeiten deutlich und wo – aus einer systemischen Perspektive – die Optimierungsfelder liegen:

Das NowConcept® Lern-Performance-Modell

Das NowConcept®-Lern-Performance-Modell ist eines der zentralen Systematiken, die in dem Cornelsen Buch "Erfolgreich Trainings und Seminare planen" von Valentin Nowotny und Christiane Tantau beschrieben sind. Im Mittelpunkt stehen all die Faktoren, welche optimales und nachhaltiges Lernen im Rahmen der betrieblichen Weiterbildung beeinflussen. Zudem werden weitere Elemente in den Blick genommen, die eine Verstetigung solcher Lernerfahrungen im Sinne von hilfreichen Generalisierungen unterstützen und damit ebenso zu einer Verbesserung der Lern-Performance-Ratio beitragen.

Die Vermittlung von Leitlinien für Mitarbeitergespräche

Machen wir es an einem Beispiel fest. In einem Seminar sollen die neuen Leitlinien für Mitarbeitergespräche vermittelt werden. Das Zielbild des Trainings:  die Mitarbeiter der zweiten Führungsebene sollen in der Lage sein, effiziente Gespräche auf Basis der neuen Leitlinien zu führen und auch mit schwierigen Gesprächssituationen souverän umgehen können.  

Wo findet das Lernen des Einzelnen statt? Klassischerweise „Off-the-Job“, also im Seminar. Eine solche Maßnahme wird in der Regel vorab geplant und dann von einem Trainer nach einem festgelegten Konzept umgesetzt. Die Merkmale der Maßnahme werden somit vorwiegend durch den Trainer festgelegt, und auch die Ausgestaltung der Inhalte ist stark von der Person des Trainers geprägt.

Manche Unternehmen und auch Weiterbildungsfirmen versuchen jedoch hier auch Einfluss zu nehmen, indem zum Beispiel Trainerleitfäden zentral festgelegt werden oder die Methodik der Trainer vereinheitlicht wird. Der Einfluss des Unternehmens bzw. des Trainingsinstituts auf die konkrete Umsetzung ist jedoch klassischerweise eher gering.

Größer ist hingegen ist der Einfluss auf die Arbeitsumgebung. Gibt es geeignete Räumlichkeiten für Mitarbeitergespräche. Wird die Nutzung der Leitfäden durch ein Belohnungs- und Anreizsystem unterstützt? Welche Dokumentationsmöglichkeiten stellt das Unternehmen bereit?

Darüber hinaus sind natürlich auch Merkmale auf Teilnehmerseite entscheidend für den Erfolg einer solchen Maßnahme. Motivation der Teilnehmer, nutzbare Vorerfahrungen, Bereitschaft Feedback anzunehmen. Wenngleich Trainer innerhalb der Maßnahme auf die Teilnehmermotivation einwirken können, so sagt die Erfahrung jedoch, dass dies nur zu einem gewissen Grad möglich ist. Wenn Teilnehmer bewusst eine Veranstaltung boykottieren, kann kein Trainer diese Teilnehmer in der Regel zu einer aktiven Mitarbeit zwingen.

Systematisches Erinnern und Anstoßen mit „Job-Aids“

Das Lernen wird jedoch nicht nur von der Qualität des „Off-the-Job Lernens“, also der konkreten Maßnahme,  sowie den unterschiedlichen Input-Merkmalen geprägt, sondern ganz wesentlich durch systematisches Erinnern und Anstoßen. Kein Mensch würde annehmen, dass die einmalige Beschäftigung mit einer Vokabelliste ausreicht, um den aktiven Wortschatz in einer Fremdsprache tatsächlich wirksam auszubauen. Von Trainings und Seminaren wird jedoch oft vermutet, dass „die Dinge jetzt sitzen!“. Um nachhaltige Lernprozesse zu ermöglichen, ist jedoch die Erinnerung an das Gelernte und gezielte  Anstöße wesentlich.

Ein Beispiel hierfür sind die sogenannten „Job-Aids“. Es handelt sich um kleine „Hilfsmittel“, welche den Teilnehmern über den Seminartag hinaus zur Verfügung gestellt werden. Dies kann zum Beispiel die Abfolge der einzelnen Gesprächsphasen und weiterer wichtiger Vorgehensweisen in einem praktischen und ansprechend visualisiertem Prozessdiagramms sein, welches jeder Teilnehmer als kleine Erinnerungs-Kärtchen für den „Notfall“ auf die Hand“ bekommt. Zudem sollten zentrale Konzepte und Vorgehensweise für Mitarbeiter in Besprechungsräumen abrufbar sein und die Teilnehmer sollten in regelmäßigen Abständen, z.B. per Mail, an einzelne Konzepte und Vorgehensweisen erinnert werden.

Dies wird bei guten Trainings und Seminaren im Zusammenspiel von Trainer und Trainingsinstitut bzw. dem Unternehmen realisiert. Obwohl dies für den Lernerfolg so wichtig ist, wird es häufig sträflich vernachlässigt. Wir vermuten, dass dies daran liegt, dass sich hierfür niemand zuständig fühlt, ein Gespür für die notwendige Dramaturgie fehlt und /oder Unternehmen und Trainer mit dem notwendigen zeitlichen Vorlauf für die Ausgestaltung, Abstimmung und Produktion der „Job-Aids“ überfordert sind.

Generalsierung des Gelernten notwendig

Gelerntes muss jedoch auch in konkreten beruflichen Situationen angewandt und dabei systematisch reflektiert und ausgearbeitet werden. Häufig krankt dies jedoch daran, dass die Herausforderungen im Job, in unserer Terminologie „On-the-Job Challenges“, nicht ausreichend mit der Maßnahme in Verbindung gebracht werden, da Vorgesetze weder ein Sensibilisierungsgespräch vor dem Seminar führen und noch ein Reflexionsgespräch danach.

Hier ließen sich die Weichen für konkrete Anwendungskontexte in der Praxis besprechen. Zum einen fehlt bei vielen Vorgesetzten das Bewusstsein hierfür, da sie sich noch nie mit der Wirkungsweise von Trainings und Seminaren auseinander gesetzt haben, zum anderen gibt es auch in den wenigsten Unternehmen unterstützende Instrumente wie Gesprächsleitfäden hierzu. Aber auch die Auswertung der Erfahrung im Job, in Bezug auf die Vorzüge und ggf. auch Schwierigkeiten mit den im Seminar bzw. Training erlernten Instrumenten und Vorgehensweise ist entscheidend, um Gelerntes in eine Performance-Verbesserung zu überführen.

Tauschen sich Mitarbeiter über Ihre Erfahrungen regelmäßig aus? Haben sie hierfür die passenden Instrumente? Wird dies vom Trainer angeregt und vom Unternehmen unterstützt?  Auch dieser Bereich, wir nennen es „On-the-Job Experience“, sollte sowohl von Trainer bzw. dem Trainingsinstitut als auch dem Unternehmen initiiert und verstetigt werden.

Da  diese Prozesse weitgehend unbekannt  zu sein scheinen, lässt sich in der Praxis leider immer wieder beobachten, das gut gemeinte und teure Maßnahmen wie Seminare und auch komplexere Trainingsprogramme oft nicht performancewirksam werden, da die im Lern-Performance-Modell beschriebenen Wirkmechanismen nicht beherzigt werden. Wir empfehlen daher auf Basis unseres Lern-Performance-Modells, in einen regelmäßigen Austausch zwischen Trainer bzw. Trainingsinstitut und Unternehmen zu gehen, um weitere Stellschrauben für einen nachhaltigen Trainingserfolg zu finden und diese performancewirksam weiter auszubauen.


Weitere Details zu dem NowConcept®-Lern-Performance-Modell und der Anwendung bei der Planung und Konzeption von Seminaren finden Sie in den Cornelsen Buch „Erfolgreich Trainings und Seminare planen“.


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Als Silvester-Knaller ein ganz besonderes Angebot: Hier finden Sie alle sieben aktuellen Bücher aus der Reihe der NowConcept-Pocket-Books jetzt zum attraktiven Sonderpreis:

(1) Agile Strukturen,
(2) Flow in der Firma,
(3) Der Meisterverhandler,
(4) Agile Tools, agile Praktiken,
(5) Agile Führung,
(6) Agile Skalierung sowie
(7) Management 3.0.

Das smarte Bundle können Sie hier bestellen.

Viel Spaß beim Schmökern + einen guten Rutsch ins Jahr 2019!

Ihr
Valentin Nowotny

Source: https://leanpub.com/b/7-aktuelle-nowconcep...

Auslese 2018 - Die ultimativen Lesetipps

Autor: Valentin Nowotny

Unsere Top 10 Management-Bücher des Jahres 2018

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Hier finden Sie eine Liste mit zehn Kurzbesprechungen zu Büchern, die uns im Jahre 2018 im positiven Sinne beschäftigt haben. Viel Spaß beim Lesen!

Ihnen eine schöne und entspannte Zeit, schöne Feiertage und einen guten Rutsch! Ich freue mich schon auf ein interessantes Jahr 2019!

Ihr
Valentin Nowotny


 Kurz-Rezension "Agiles Führen"

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Stefanie Pucket und Rainer M. Neubauer stellen in den Buch “AGILES FÜHREN: Führungskompetenzen für die agile Transformation” ein eigenes Führungsmodell vor, dass geeignet ist, allen die eine agile Transformation voranbringen möchten, Orientierung zu geben. Das HAVE-Modell (HAVE steht in diesem Modell für H=Humility, A=Adaptability, V=Visionary, E= Engagement) bildet den Kern des Buches und auch des von Pucket und Neubauer vorgestellten Modells eines Agile Leaders. Hinzu kommen noch drei zentrale Verhaltensweisen: Hyper-Bewusstsein, sachkundige Entscheidungsfindung sowie schnelles Agieren. Ein gut gemachtes und mit viel Sachverstand geschriebenes Buch aus dem Hause BusinessVillage. Eine ausführliche Leseprobe findet sich hier.


Kurz-Rezension "Digital Work Design"

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Das Buch "Digital Work Design" von Isabel Welpe, Prisca Brosi und Tanja Schwarzmüller stellt die Big Five für Arbeit, Führung und Organisation im digitalen Zeitalter vor. Gemeint sind hiermit fünf Veränderungsdimensionen, die sich angesichts der Digitalen Transformation für die Unternehmensführung ergeben: (1) Umgang mit der VUKA-Welt wird zur Kernkompetenz, (2) Keine Disruption ohne neue Arten der Teamarbeit, (3) Organisationen müssen demokratischer werden, (4) Bedeutung von Beziehungen und (5) Gesundheit muss stärker in den Fokus von Organisationen rücken. Ein 10-Punkte-Plan, bestehend aus einem Selbstdiagnose-Check und umfangreichen Handlungsempfehlungen für Mitarbeitende Führungskräfte und die Organisation rundet dieses sehr fundierte Buch ab.


Kurz-Rezension "Agile Evolution"

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Eine Kurz-Rezension zu einem eigenen Buch zu schreien, fällt natürlich nicht leicht. Zumal wir ja wirklich Pech hatte, dass in 2018 der Literatur-Nobel-Preis leider nicht vergeben worden ist. Sonst wäre jetzt sowie schon allen klar, dass “AGILE EVOLUTION: Eine Anleitung zur agilen Transformation” ein äußert gelungener Business Roman von Marko Lasnia und Valentin Nowotny ist, der es jedem erlaubt die packende und humorvolle Geschichte der ScruMa GmbH hautnah mitzuerleben und dabei viel Praxiserfahrungen einer agilen Transformation nachzutanken. Mit Witz, Ironie, Feingefühl. Takt und ganz viel Lebensfreude und Herzblut geschrieben überzeugt dieses kenntnisreiche Buch und macht es daher zum eichten “must-read” im schnell wachsenden Segment Agile Business Poetry.


Kurz-Rezension "AGILITÄT neu denken”

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AGILITÄT neu denken” von Klaus Leopold ist ein wirklich sehr schön designetes und erzähltes Buch, welches den Gedanken eines "Enterprise Kanban" weiter ausbaut und illustriert und mit kleinen gut erzählten Episoden schlüssig vermittelt. Klaus Leopold zeigt mit diesem kleinen Buch, dass er einer der ganz großen ist! Erfrischend und angenehm im Auftritt , wobei man seinen zurückhaltenden Humor gekoppelt mit österreichischer Eleganz durch die Zeilen hindurch zu spüren scheint . Ein schönes Buch, welches die Herausforderung Business Agility aus Kanban-Perspektive darstellt.


Kurz-Rezension: KMU im digitalen Wandel

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Das Buch “KMU im digitalen Wandel: Ergenbisse empirischer Studien zu Arbeit, Führung und Organisation” hat Dominic Lindner die Digitalisierung von Arbeit, Führung und Organisation in KMU untersucht und daraus viele praktische Tipps für Entscheider und neue Erkenntnisse für Wissenschaftler abgeleitet. Die Studien fokussieren sich auf die Themenbereiche (1) Arbeitsplatz-IT, (2) Arbeitsmodelle, (3) Führung sowie (4) Agilität. Ein empirisch untermauertes Buch, das deutlich macht, wo die Veränderungsdynamiken in der heutigen Arbeitswelt liegen und was Entscheider berücksichtigen müssen, um die richtigen Weichen für morgen zu stellen. Empfehlenswert!


Kurz-Rezension "Der Weg zum agilen Unternehmen"

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Der Weg zum agilen Unternehmen: Strategien, Potenziale, Lösungen”, herausgegeben von Michael Lang und Stefan Scherber, ist mit 378 Seiten ein sehr umfangreiches und tiefgreifendes Buch, dass sich als Sammelband in 15 Kapitel mit der Frage beschäftigt, was Entscheider in Sachen Agilität heute wissen müssen, um eine Organisation neu auszurichten. Wir haben zu diesem Buch zwei Kapitel beigesteuert, und zwar Kapitel 4: “Agile Skalierungs-Modelle” sowie Kapitel 10: “Management 3.0 Tools”. Insgesamt bietet das sehr gut aufgemachte Buch eine facettenreiche Darstellung  wichtiger Themenfelder rund um die agile Transformation und sollte bei jedem moderndem Entscheider auf dem Nachttisch liegen. Eine interessante Podcast-Serie zum Buch findet sich hier.


Kurz-Rezension "Agil verhandeln"

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Das Buch “Agil verhandeln mit Telefon, E-Mail, Video, Chat & Co.” von Valentin Nowotny ist die Antwort auf die Frage welchen Einfluss die Digitalisierung auf die Welt von Verhandlung und Verkauf hat. Nach der Vorstellung des “agilen Verhandlungsmotors” werden die einzelnen Mediengattungen wie Telefon, E-Mail, Video-Konferenz-Systeme sowie Chats und Auktionierungsverfahren besprochen. Wann passt welches Medium? Welches Medium passt zu welcher Persönlichkeit? Welche Taktik passt zu welcher Strategie? Mit dem 360-Grad-Verhandlungs-Feedback, Refelxions-Wolken am Ende jedes Kapitels und einer umfangreicher Vorbereitungs-Checkliste und einer Planungsanleitung für folgende Verhandlungsrunden hat das Buch alles, was man für das Verhandrln 4.0 benötigt. Was von den detailreich aufbereiteten Konzepten im Einzelnen in Verhandlungen umgesetzt werden kann, hat letztlich jeder selbst in der Hand! Eine Leseprobe findet sich hier.


Kurz-Rezension: Verhandlungs-Tools

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Das Buch “Verhandlungs-Tools”  herausgegeben von Peter Knapp präsentiert 53 Tools und Methoden für ein effizientes Verhandeln von insgesamt 48 Autoren, die vom Herausgeber in neun Verhandlungsphasen eingeordnet worden sind.  Das Themen-Spekturm umfasst Vertrauensaufbau, der Faktor Macht in der Verhandlung, das Target Check Sheet, Perspektivwechsel und Reflexion innerhalb des Verhandlungsprozesses, die NEGO-Strategie, das Finden kreativer Lösungen, den Umgang mit Hidden Agends oder Verhandlungen im Team. Damit ist das Buch eine wahre Fundgrube für erfahrene Verhandler und ein gutes  fundiertes und lesenswertes Fachbuch, wenn man sich für einzelne Verhandlungsmethoden interessiert.


Kurz-Rezension "The Long-Distant Leader"

The long distance leader

In dem Buch “The Long-Distant Leader” finden Sie alles, was Sie wissen müssen, um ein Experte für die Leitung von Remote-Mitarbeitern und -Teams zu werden. Eine der wichtigsten Komponenten eines guten Distanz-Leaders besteht darin, die zur Verfügung stehenden Werkzeuge kompetent einzusetzen. Wenn Sie jemals “remote” gearbeitet haben, wissen Sie, wie isoliert es sich anfühlen kann! Das Buch hält wertvolle bereit, um dies zu verhindern. Bearbeitete Fragestellungen sind: Wie fühlt es sich an, auf Distanz zu arbeiten? Was kann Teammitglieder dazu bringen, sich als ein echter und proaktiver Teil des Teams zu verstehn? Welche Tools und Modelle eignen sich für einen Long Distant Leader? Das Buch ist eine gute und kenntnisreiche Einführung in die Welt eines Remote Laederships mit vielen praktischen Gestaltungstipps!


Kurz-Rezension "Moderationskompetenz für Führungskräfte"

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Das Buch “Moderationskompetenz für Führungskräfte: Methoden und Mindset für Meetings mit Partizipation, Eigenverantwortung und Kreativität” von Tanja Föhr ist untergliedert in drei Teile “Sinn”, “Basics” und “Upgrade”.  Der Abschnitt “Sinn” zeigt die Vorteile der Moderation wie zum Beispiel dss Herstellen von Transparenz, die Reduktion von Komplexität und das Ermöglichen von Partizipation. Unter “Basics” findet sich zum Beispiel die Kopfstand-Methode oder das “Pop-Up Meeting”. Im Abschnitt “Upgrade” wurd die “Minto-Pyramide” für den Aufbau von Info-Flips vorgestellt, die “Empathy-Map” um sich in Kunden hinein zu versetzen oder auch der “Layerd Process Audit” um Standards zu sichern und zu verbessern. Viele spannende Details, versteckt in einem kompakten Buch! Ein Aufruf an dieser Stelle für alle Theorie-Riesen, die manchmal auch Umsetzungs-Zwerge sind: Das Buch enthält zahlreiche methodische Anregungen, die man erst dann so richtig verinnerlicht, wenn man sie tatsächlich selbst ausprobiert! 


Podcast-Interview Hanser Fachbuch: Agile Skalierung und Management 3.0

In dem dreizehnminütigen Podcast Agile Veränderung im Unternehmen spricht Valentin Nowotny mit Dr. Michael Lang, der Herausgeber des Buchs “Der Weg zum agilen Unternehmen” über die beiden Themenfelder Agile Skalierung sowie Management 3.0.

Zusammenfassung des Hanser Fachbuch Podcasts ”Agile Veränderung im Unternehmen”:

  1. Herr Nowotny, Sie beraten zahlreiche Unternehmen auf ihrem Weg zu mehr Agilität. Was sind für diese Unternehmen dabei aktuell die größten Herausforderungen?
    Die Herausforderungen liegen darin, die komplizierten Themen mit den Methoden des 20. Jahrhunderts mit den komplexen Herausforderungen und Ansätzen des 21. Jahrhunderts zu verbinden und in beiden Feldern die Kompetenzen wirklich auf die Straße zu bringen. Dabei müssen agile Ansätze skaliert werden und das Themen Führung muss neu durchdacht werden, zum Beispiel mit Management 3.0 Tools.

  2. Sie haben gerade die Bedeutung von ‚Agile Skalierung‘ angesprochen. Welche Rolle hat das bei der agilen Transition in einem Unternehmen konkret?
    Agile Teams müssen oft über unterschiedliche Unternehmensbereiche hinweg zusammenarbeiten. Hier gibt aus meiner Sicht es fünf wichtige Ansätze, welche dies systematisieren. Konkret handelt es sich hierbei um: SAFe, LeSS, Disciplined Agile, Scrum@Scale sowie Nexus. Unabhängig davon sollten Unternehmen jedoch auch mit einem eigenen Agile Corporate Framework ihre eigenen Wege gehen. Die eigene Vorgehensweise sollte dann auch eine gewisse Verbindlichkeit bekommen.

  3. Da stellt sich die Frage: Wie können Unternehmen systematisch für die agile Skalierung vorgehen?
    Erfahrungen, die da sind, auswerten. Diskutieren und Vorbehalte auf den Tisch bringen. Wenn man sich für ein Modell entschieden hat, dann sollte man es auch konkret machen. Ein lebendiges System, das man gemeinsam weiterentwickelt Die Entwicklung ist hier niemals abgeschlossen. Das habe ich auch beschrieben zusammen mit Marko Lasnia mit dem Buch “Agile Evolution: Eine Anleitung zur agilen Evolution”.


  4. Ein weiterer Aspekt, den Sie vorhin hervorgehoben haben, war die Bedeutung von ‚Führung‘ und Ihr Hinweis auf ‚Management 3.0‘. Was macht eigentlich ‚Management 3.0‘ im Kern aus? Und welche Philosophie steckt dahinter?
    Neben dem Delegation Poker, das eine gewissen Bekanntheit hat, sind auch die sogenannten Moving Motivators, ein sehr spannendes Toll, mit dem auch sensible Themen begreifbar gemacht werden können. Das Spiel Meddlers simuliert das Unternehmen und erlaubt es dann die Team gemeinsam die Strukturen überdenken. Kein Organisations-Design aus der Stabsabteilungen, sondern ein gemeinsam optimiertes Organisations-Design.

  5. Können Sie uns ein paar Beispiele für vielversprechende Management 3.0 Tools geben?
    Moving Motivators unterstützen die Selbstreflexion und erlauben einen Dialog hin zur Motivationslage der Mitarbeitenden. Psychologie für die Westentasche, ohne das man gleich eine Therapiesitzung hat. Thje Meddlers Game erlaubt die Analyse von Rollen, Schnittstellen etc. Die beste Aufstellung setzt sich durch, das ist die Zukunft!

  6. Wenn sich ein Unternehmen dazu entscheidet, Management 3.0 Praktiken einzuführen: Wie sollte es dabei vorgehen?
    Es gibt viele Management 3.0 Facilitators, ich bin einer davon. Es gibt viele Varianten für die Spiele, Serious Games und Werkzeuge. Ziel ist aus eingefahren Denkstrukturen auszubrechen und ein Facilitator nutzt die Möglichkeiten, welche die Tools bieten. Ersthaft arbeiten mit Spaß! Theoretisch gut fundiert, fühlt sich trotzdem einfach an. Also super Tools für die Manager von Morgen und für alle, die mit Teams erfolgreich arbeiten wollen!

  7. Wenn Sie zum Abschluss des Interviews unseren Zuhörern einen Tipp mitgeben können, der auf dem Weg zum agilen Unternehmen besonders zu berücksichtigen ist: Welcher ist das?
    Der Weg zu agilen Unternehmen ist ein langer Weg. Ich empfehle viel zu lesen, Zum Beispiel den neuen Hanser-Sammelband “Der Weg zum agilen Unternehmen: Wissen für Entscheider”. Außerdem: Geduld mitbringen. Und drittens: Offenheit mitbringen, es gibt hier viele Wahrheiten. Es geht darum das zu tun was tatsächlich Sinn macht. Die alte Art zu führen ist für alle sehr unbefriedigend, ein moderner agiler Ansatz ist etwas, wo man hingegen sinnvoll gestalten kann, und das ist es auch, was Organisation des 21 . Jahrhunderts dringend benötigen. Da steckt viel Musik drin, ich hoffe, dass es Unternehmen gelingt, diese Musik auch zum Klingen zu bringen!

  8. Vielen Dank für das Interview, Herr Nowotny!

Dossier Digitale Transformation - Neues eBook des UPLOAD-Magazins

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Begriffe und Visionen, moderne Organisationsformen, digital Leadership, Chancen und Prognosen

Die digitale Transformation ist ein oft gebrauchtes Schlagwort. Mit diesem Dossier lernen Sie, was dahintersteckt und wie Sie es ganz praktisch in Ihrer Organisation anwenden können.

Das Dossier besteht aus bereits veröffentlichten Artikeln des UPLOAD Magazins, die sie bei Interesse auch kostenlos auf der Website lesen können. Die Übersicht zu allen Inhalten finden Sie unten und auf dieser Seite.

Herausgegeben von Jan Tißler. Autoren: Christiane Brandes-Visbeck, Gregor Groß, Jens Hansen, Falk Hedemann, Jens Jacobsen, Karl Kratz, Christian Landsberg, Meike Leopold, Valentin Nowotny, Ingo Sauer, Markus Schaffrin.

TEIL 1: Begriffe und Visionen

  • Digitale Transformationsfähigkeit
  • Internet of Things, Smart Cities und Industrie 4.0
  • Automatisierung und Künstliche Intelligenz
  • New Work
  • Arbeiten 4.0

TEIL 2: Die moderne Organisation in der Praxis

  • Agile Unternehmen erklärt
  • Erste Schritte in die Agilität
  • Ideen testen mit „Lean Startup“
  • Über eine neue Fehlerkultur zum Erfolg
  • Die Stärken selbstorganisierter Teams
  • Verteilte Teams als Chance
  • Interview: „Ein Social Intranet ist kein Technologieprojekt“
  • Die Methode Design Thinking

TEIL 3: Digital Leadership

  • Digital Leadership Excellence
  • Digital Leadership: Fünf Denkanstöße
  • 10 Digital Leader in mittelständischen Unternehmen
  • Changemanagement

TEIL 4: Chancen und Prognosen

  • Smart Home und Smart City
  • IoT und Industrie 4.0
  • Die Zukunft des B2B-Marketings
  • Ausblick aufs Marketing der Zukunft

***

Das Dossier als E-Book herunterladen

Sie können dieses Dossier bequem auf einem Endgerät Ihrer Wahl lesen: Es ist als E-Book erhältlich. Sie bekommen es im UPLOAD-Shop in drei gängigen, kopierschutzfreien Formaten. Alternativ können Sie es in Amazons Kindle-Store kaufen. Abonnenten des UPLOAD Magazins bekommen es kostenlos.

🦎Leseprobe zum Buch „AGILE EVOLUTION: Eine Anleitung zur agilen Transformation“

Für eine kostenfreie Leseprobe einfach auf das Coverbild clicken!

Für eine kostenfreie Leseprobe einfach auf das Coverbild clicken!

Unser neues Buch "AGILE EVOLUTION: Eine Anleitung zur agilen Transformation" ist vor Kurzem in den Druck gegangen! Herzlichen Dank an die ganze BusinessVillage Crew für die Geduld mit uns Autoren und herzlichen Dank auch an Marko Lasnia für die schöne Zusammenarbeit als Autoren-Duo bei diesem TOLLEN Buchprojekt!!! 😊😊😊

🦎 Um was geht es in "AGILE EVOLUTION"?

Das Buch erzählt die Geschichte der ScruMa GmbH, die im Rahmen eines Generationswechsels bei sich agile Arbeitsmethoden einführen möchte. Der Reiz aber auch die Schwierigkeiten, die sich hierbei ergeben können, haben wir in eine einfach zu lesende, und trotzdem spannende Story gepackt, die zusammen mit einer kompakten Darstellung der jeweils von der Gruppe genutzten agilen Konzepte eine ganz andere, nämlich emotionalere Einführung in das Thema „agile Methodenwelten“ und „agile Transformationen“ erlaubt.

Viele finden das Thema „Agilität“ heute spannend, nur wenige verfügen jedoch über eigene Erfahrungen, gerade auch bei der umfassenden Einführung im Unternehmen. Als Leser können Sie bei „Agile Evolution“ die Erfahrungen hautnah miterleben und für sich selbst auswerten. In dieses Buch sind zahlreiche Projekterfahrungen eingeflossen, so dass die Story zwar erst einmal fiktiv ist, faktisch aber eine gut zugängliche und humorvoll verpackte Verdichtung ganz realer agiler Teamerfahrungen darstellt. Die Theorie kommt übrigens nicht zu kurz, sondern wir genau dort eingestreut, wo es Sinn macht! 

🦎 Leseprobe gefällig?

Flow in der Firma: Die Magie agiler Teams

Eine Blaupause für flow-basierte Agilität

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Wer möchte nicht auch motivierte, mitdenkende, kreative Mitarbeiter die erfolgreich als Unternehmer vor Ort agieren? Viele operativ tätige Führungskräfte haben allerdings das Gefühl, dass es ohne Ihre Impulse, ohne ihren fortwährenden eigenen dynamischen Vortrieb nicht läuft.

Das Flow-Konzept ist ein psychologisch fundiertes Vorgehen, das es erlaubt, von jedem Mitarbeiter und jeder Mitarbeiterin wirklich die hundert Prozent zu erhalten. In diesem Buch erfahren Sie, wie Sie Stärken stärken, Flow erzeugen und Sinn vermitteln: das kleine 1x1 des Flow-Leaderships!


Das neue NowConcept-Pocket-Book "Flow in der Firma" ist ab sofort erhältlich bei Leanpub.com und bei Amazon.de

Neue Leserstimme zu „Agile Unternehmen“

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Es macht mir immer wieder Freude, zu erfahren wie Bücher bei den Lesern ankommen. Über die meisten Kommentare und Rezensionen freue ich mich daher sehr, ganz insbesonder jedoch über die folgende Buchrezension einer begeisterten Leserin! 😊😊😊

„Ich habe selten ein Fachbuch wie Valentin Nowotny’s „Agile Unternehmen: Nur was sich bewegt, kann sich verbessern“ so intensiv gelesen. Denn hier wird das Thema nicht nur methodisch behandelt, sondern beleuchtet immer wieder Agilität aus dem Blickwinkel eines Psychologen. Auf Prinzipien und Werte als Basis einer Haltung, die es in der Welt von Scrum, Kanban und Design Thinking braucht, wird ausführlich eingegangen genauso wie auf den notwendigen Change in der Organisation. Agilität kann nicht angeordnet werden, Agilität muss von innen heraus wachsen und methodisch unterstützt werden. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre!

Top: die weiterführenden Links auf seine Website und die Literaturhinweise.“

UPLOAD Ausgabe 54 „Teamwork“

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UPLOAD Ausgabe 54 „Teamwork“ mit Beiträgen von Jan Tißler,‎ Christiane Brandes-Visbeck,‎ Falk Hedemann und Valentin Nowotny-> Prädikat lesenswert !!! 😊😊😊

Ab 27. Dezember 2017 verfügbar als Kindle Edition.

 

Die Inhalte

In unserem neuen Schwerpunkt „Teamwork“ schauen wir uns an, wie eine positive Fehlerkultur die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen verbessern kann, was es mit „New Work“ auf sich hat, was bedenkenswert an Selbstorganisation à la Scrum ist und wie verteilte Teams effizient bleiben.


Über eine neue Fehlerkultur zum Erfolg im digitalen Wandel

Fehler werden in unserer Kultur in der Regel nur negativ gesehen: Sie sind etwas, was es zu vermeiden gilt. Dabei zeigt sich andernorts, dass man auch positiv mit ihnen umgehen kann. Und nicht zuletzt sind produktive Fehlerstrategien eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Teams im digitalen Wandel, wie Christiane Brandes-Visbeck in diesem Beitrag aufzeigt. Sie gibt fünf Tipps dazu, wie sich das erreichen lässt.

New Work: Das Urspungsmodell der Neuen Arbeit und der Status Quo

Die Digitalisierung verändert nicht nur weite Teile unserer Wirtschaft, sondern auch unsere Gesellschaft sowie die Art und Weise, wie wir heute und in Zukunft arbeiten. Unter dem Schlagwort „New Work“ gibt es bereits heute zahlreiche Initiativen, Events und Diskussionen – Tendenz steigend. Doch neu ist der Begriff eher nicht, er wird nur neu verwendet. Wir möchten in diesem Beitrag daher mal die Ursprünge von New Work aufzeigen und den aktuellen Stand der Diskussion entgegenstellen.

Remote Work: Verteilte Teams als Chance und wie man sie ergreift

Unternehmen ohne Anwesenheitspflicht im Büro sind noch immer die große Ausnahme, dabei werden flexible Arbeitsmodelle immer wichtiger. Jan Tißler zeigt in diesem Beitrag die Vor- und Nachteile verteilter Teams auf und gibt Tipps aus seiner eigenen Praxis weiter. Ergänzend dazu berichten drei Unternehmen aus Deutschland über ihre Erfahrungen mit Remote Work.

Scrum & Co: Ein Plädoyer für selbstorganisierte Teams

Teams können Erstaunliches leisten – wenn man denn die Arbeit richtig organisiert. Valentin Nowotny zeigt in diesem Beitrag auf, welche Stärken agile Methoden wie Scrum in diesem Zusammenhang haben. Sie setzen unter anderem auf Selbstorganisation statt Micromanagement. Dafür schaffen sie klare Strukturen und Formate.

Startup-Steckbrief Staffbase: Macht Mitarbeiterkommunikation mobil

Staffbase bringt die interne Kommunikation dorthin, wo es für die meisten Menschen passt: auf das Smartphone. Das Startup erstellt Apps für Unternehmen, über die sie auch jene Mitarbeiter erreichen, die eben nicht an einem Schreibtisch sitzen. Und das sind eine ganze Menge, wie die Macher in unserem neuesten Steckbrief erklären: 70% der Beschäftigten in Deutschland haben nur begrenzt Zugang zu Intranet oder E-Mails und sind damit „digital unsichtbar“.

Der Verhandlungsfuchs in Aktion - Leseprobe zu „Agil verhandeln“

Autor: Valentin Nowotny

Exklusiv-Auftritt  des Verhandlungsfuchses

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Der Verhandlungsfuchs - Exklusiv im Einsatz bei  "Agil verhandeln"

An dieser Stelle erst einmal einen ganz großen Dank an meinen sehr geschätzten Trainerkollegen Jörg P. aus B. Als ich Ihm von meinem Buchvorhaben "Agil verhandeln" erzählte, fragte er mich spontan: "Und, hast Du auch an den klugen Verhandlungsfuchs gedacht, der sich immer wieder zu Wort meldet und schlaue Verhandlungs-Tipps gibt?" - Ich war zwar sofort interessiert , aber auch etwas unschlüssig: Braucht man wirklich einen Verhandlungsfuchs in einem seriösen Sachbuch?

Hier muss er irgendwie reingekommen sein...

Während ich und der Verlag also noch nachdachten, hat der Fuchs das offenbar spitz gekriegt und einfach Fakten geschaffen. So soll er sich klamm-heimlich und nahezu unbemerkt in das Buch eingeschlichen haben. Sogar recht häufig soll er inzwischen gesichtet worden sein. Und nicht einmal der nahende Weihnachtsmann konnte ihn vertreiben.

Ich als Autor war ich natürlich total verblüfft, und selbst der Verlag rieb sich verwundert die Augen:  "Wir wissen auch nicht, wo der Fuchs so plötzlich herkommt", formulierte die Pressesprecherin diplomatisch. "Aber wir mögen ihn einfach!" ergänzte Sie dann rasch. Das sehe ich genau so: jetzt wo er sich eingelebt hat, sollten wir ihn behalten. Der Tier- bzw. Fuchsliebe wegen, und natürlich wegen seiner Klugheit, Schönheit und seiner Geschicklichkeit!

Nun, die Leser freut es offenbar: So schreibt die Leserin Marion Klimmer auf Amazon.de:

Das Buch „Agil verhandeln“ von Valentin Nowotny ist sehr übersichtlich gestaltet: für jedes Medium Telefon, E-Mail, Video sowie Chat & Co gibt‘s ein eigenes Kapitel mit ganz konkreten Checklisten und einer Sammlung der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Und - sehr lustig - es lugt immer wieder der kluge Verhandlungsfuchs um die Ecke, und der hat immer sehr gut nutzbare Praxis-Tipps dabei! 

Jedoch auch andere Rezensenten begeistern sich für das Buch! Jörg Schumann zum Beispiel schreibt in seiner Rezension:

Das Ganze ist in einer sehr klaren Sprache und mit Humor geschrieben. Ein Lob verdient auch das überaus durchdachte Layout des Buches, das das Erfassen und Auffinden der wichtigsten Ideen enorm erleichtert. Dies ist ein Buch, das nicht nur den enormen Kenntnisreichtum des Autors, sondern auch dessen didaktisches Geschick unterstreicht: Es ist in einer Weise geschrieben, dass es jedem Leser, der sich mit dem Thema auseinandersetzt, einen Nutzen stiftet, der sich bei den nächsten Verhandlungen sofort zeigen wird.

Und auch Wolfgang Hanfstein vom Management-Journal ist von "Agil verhandeln" sehr angetan:

Verhandlungen werden heute per Mail, per Telefon, per Video und Chat geführt. Nowotny geht deshalb Schritt für Schritt die neuen Leitmedien des Verhandelns durch. Fazit: Das Buch "Agil verhandeln" ist eine Toolbox im besten Sinn... Wer in allen Medien gut verhandeln will, lernt hier, wie das geht - und frischt ganz nebenbei die Grundlagen des Verhandelns auf.

Ich habe es eben noch einmal durchgezählt: bis zu 40 Mal soll sich unser Verhandlungsfuchs faktisch ins Buch eingeschlichen haben. Richtig geschickt und ausgefuchst muss er wohl sein, denn jeder weiss: so ein kluger dicker Fuchs passt sicher nicht so einfach in ein schlankes simples Buch!

Kostenfreie Leseprobe "Agil verhandeln"

Neugierig geworden? Dann können Sie hier sehr gerne kostenfrei eine exklusive und hochwertige dreißigseitige Leseprobe des Buches "Agil verhandeln" herunterladen, zudem erhalten Sie hier ebenfalls kostenfrei unser achtseitige Whitepaper "Wie Sie erfolgreiche B-to-B Verhandlungen führen: 6 zentrale Punkte, die Sie im Fokus behalten sollten": 

 

 

 

Auslese 2017 - Die ultimativen Lesetipps

Autor: Valentin Nowotny

Die Top 10 Management-Bücher des Jahres

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Hier finden Sie eine Liste mit zehn Kurzbesprechungen zu Büchern, die mir im Jahre 2017 in besonderer Weise ins Auge gefallen sind. Viel Spaß beim Lesen dieser Bücher!

Ihnen eine schöne und entspannte Zeit, schöne Feiertage und einen guten Rutsch! Ich freue mich schon auf ein sicherlich interessantes Jahr 2018!

Ihr
Valentin Nowotny


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Kalkbrenner, Christian (2017): SCALE UP! Smarte Konzepte für agile Unternehmen. BusinessVillage Verlag. 

 

Kurz-Rezension "SCALE UP!"

Christian Kalkbrenner hat in dem Buch SCALE UP! in sehr kenntnisreicher Weise beschrieben, was erfolgreiche Unternehmen ausmacht. Im ist es wieder einmal gelungen, die Erfolgsmuster heutiger Unternehmen überzeugend auf den Punkt zu bringen und in in zwölf nachvollziehbaren Alphatrends wie zum Beispiel "Cool sein", "Provozieren" und "Die Welt besser machen" zusammen zu fassen. Ein auch visuell sehr schön aufbereiteter Lesegenuss mit strategischer Weitsicht und garantiertem Aha-Erlebnis! 


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Wolf, Gunther (2016): Mitarbeiterbindung - inkl. Arbeitshilfen Online: Strategie und Umsetzung im Unternehmen. Haufe Verlag.

 

Kurz-Rezension "Mitarbeiterbindung"

Das Buch "Mitarbeiterbindung" von Gunther Wolf ist ein richtiges Schwergewicht und wartet mit umfangreichen Arbeitshilfen nach. Mitarbeiterbindung ist ein Thema, das auch in 2018 aufgrund der demographischen Entwicklung in seiner Bedeutung noch steigen wird. Beeindruckend: die Zahl der Gast-Kommentatoren: es sind sehr viel, die Gunther Wolf hier gekonnt eingebunden hat, mein Gast-Kommentar findet sich übrigens auf Seite 309. Wer also wirklich wissen möchte, über welche Wege und psychologischen Mechanismen Mitarbeiterbindung systematisch und nachhaltig realisiert werden kann, der kommt um dieses Standardwerk von Gunther Wolf nicht herum! 


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Gustav Greve (2016): Organizational Flow: Der leichte Weg zur Hochleistungsorganisation. SpringerGabler Verlag.

 

Kurz-Rezension "Organisational Flow"

Ein spannendes Buch, das den Gedanken eines Organisational Flows neu belebt und in seinen unterschiedlichen Facetten beschreibt und greifbar macht. Nach "Organisational Burnout" das zweite wegweisende Buch dieses interessanten Unternehmensberaters und Autors. Mit den Themen "Agilität", "Führung 4.0" und Mihaly Csikszentmihalyis "Flow-Konzept" im Hinterkopf ist "Organisational Flow" eine lohnenswerte Lektüre, die zum kreativen Nachdenken über flow-förderliches Führungshandeln und entsprechende Organisationsstrukturen einlädt.


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Alexander Groth (2014): Der Chef, den ich nie vergessen werde. Wie Sie Loyalität und Respekt Ihrer Mitarbeiter gewinnen. Campus Verlag.

 

Kurz-Rezension "Der Chef, den ich nie vergessen werde"

Ein wirklich sehr schön geschriebenes Leadership-Buch, welches den Gedanken des "We-care-Leaders" aufbaut und in vielen gut erzählten Episoden schlüssig darstellt. Die acht Kapitel sowie eine Kurzanleitung "Die ersten Schritte zum We-care-Leader" sind alle gefüllt mit vielen inspirierenden Ideen. Es macht Freude, sich auf die Suche zu machen, nach Anregungen, um die eigene Führungsrolle sinnhaft auszufüllen, und zwar jenseits von kurzfristigem Karrierismus und falsch verstandener Stromlinienförmigkeit.  


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Corssen, Jens & Gröner, Stefan (2017): Der Teamentwickler: Gemeinsam gewinnen lernen. Kanur Verlag.

 

Kurz-Rezension "Der Teamentwickler"

Eine schöne Geschichte, die das Zusammenwachsen eines Teams sehr plastisch nacherzählt. Wer hier ein trockenes Sachbuch erwartet, der wird enttäuscht sein!  Vielmehr findet sich hier ein richtige Story, eingebettet in acht neue und zum Teil auch überraschende Ausformulierungen von spezifischen Teamrollen. Das Buch hat einen schönen Aufbau und gläntzt mit einer tolle Umsetzung der Grundidee. Der neue Trend bei Fachbüchern heisst offenbar "Story Tellling!". 


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Bauer, Christop (2017): Jeder für sich oder gemeinsam für's Ganze. Kooperation als Grundprinzip agiler Organisationen. BoD Verlag.

 

Kurz-Rezension "Jeder für sich oder gemeinsam für's Ganze"

Ein interessantes Buch, dass sich mit dem Thema Komplexität beschäftigt und dabei in einer sehr umfassenden Weise das Thema der menschlichen Kooperation aufgreift. Ausgewogen, tiefgründig und erhellend zugleich. Eine sehr gute und nachvollziehbare Argumentation mit sehr vielen unterlegten Fakten, aber trotzdem kurzweilig. Der Tipp fürs Kaminzimmer!


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Cevey, Bernhard (2017): Das Ende der Anweisung: Sechs Leadership-Tools für wirksame Führung heute. GABAL Verlag.

 

Kurz-Rezension "Das Ende der Anweisung"

Interessanter Ansatz für Führungskräfte im 21. Jahrhundert. Hier findet sich in sechs wirksamen Tools wie "Positive Loop", "Driver's Seat", "Realitätsanker", "Zielprojektion", "Überzeugungssog" und "Gesprächsmasterplan" das zusammengefasst, was wirksame Führung heute neben vielen bekannten Modellen außerdem ausmachen kann. Die Konzepte sind gut erklärt und sind in jedem Fall interessant zu lesen. Was von den anspruchsvollen Konzepten im Einzelnen umsetzbar ist, bleibt abzuwarten und hängt vermutlich nicht zuletzt sehr stark auch von jeder einzelnen Führungskraft ab!


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Dauth, Georg (2015): Professionell verhandeln mit DiSG. Mit dem Persönlichkeitsprofil zum Top-Verhandler. Wiley.

 

Kurz-Rezension "Professionell verhandeln mit DiSG"

Ein bemerkenswertes Buch, welches das komplette Spektrum der D-I-S-G Dimensionen auf das Thema Verhandlungen überträgt: Was ist zu beachten, wenn man es mit dominanten, initiativen, stetigen oder gewissenhaften Verhandlungspartnern zu tun hat. Ein gut recherchiertes Buch, geschrieben mit inhaltlicher Tiefe und einem sehr umfassenden Verständnis des D-I-S-G Modells. Wenn Sie sich für das Thema Persönlichkeit als auch für Verhandlungsmethodik interessieren, ein wirklich lesenswertes Fachbuch!


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Wolf, Gunther (2016): Zielvereinbarungen in der Praxis. Aufwand reduzieren, Nutzen maximieren, Chancen realisieren. Haufe Verlag.

 

Kurz-Rezension "Zielvereinbarungen in der Praxis"

Gunter Wolf kommt der Verdienst zu das Thema Zielvereinbarungen auch in Zeiten von New Work, Agilität und einem sich änderndem Verständnis von wirksamen  Management-Konzepten neun durchdacht und auf eine zeitgemässe Ebene gehoben zu haben. Besonders spannend aus meiner Sicht: das letzte Kapitel "Agiles Führen mit Zielen: Methoden für das digitale Zeitalter. Alles in allem eine wirklich empfehlenswerte Lektüre, nicht nur zum Jahresanfang! 


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Andresen, Judith (2017): Agiles Coaching. Die neue Art, Teams zum Erfolg zu führen. Hanser Verlag

 

Kurz-Rezension "Agiles Coaching"

Sehr durchdachte und umfangreiche Anleitung, wie ein agiler Coach agieren kann. Die umfassende Methodensammlung von Judith Andresen zeigt das ganze breite Spektrum, wie man als Agile Coach oder Agile Facilitator heute Teams in ihrer agilen Transformation unterstützen kann. Das Buch ist sehr strukturiert verfasst und die Inhalte sind so dargestellt, dass sie sehr gut in der Praxis angewandt werden können. Eine Leseempfehlung mit hohem Nutzeffekt!


Die NowConcept-Pocket-eBooks Serie / The NowConcept-Pocket-eBook Series

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Alle aktuellen NowConcept-Pocket-Books „Agile Strukturen“, „Agile Führung“, „Der Meisterverhandler“ und „Agile Tools, agile Praktiken“ nur für kurze Zeit im 4er Bundle in Deutsch und in allen gängigen eBook-Formaten. Weitere Details und Inhaltsbeschreibungen finden sich hier.

The latest NowConcept Pocket Books „Agile Structures“, „Agile Leadership“, „The Master Negotiator“ and „Agile Tools, Agile Practices“ now for a limited time in a bundle. Further details and content descriptions are available here.

Aktuelle Leserstimme zum Buch "Agile Unternehmen"

Bei Büchern, die eine größere Leserschaft finden wie das Buch "Agile Unternehmen", bekommt ein Autor immer wieder Leserzuschriften. Diese Leserstimme vom vergangenen Wochenende hat mich besonders gefreut :-))

Ihnen/Euch einen guten Start in die Woche!
Valentin Nowotny

 

Sehr geehrter Herr Nowotny, 

vielen Dank für Ihr großartiges Buch "Agile Unternehmen", welches ich gerade fertiggelesen habe. 

Ich nehme daraus zahlreiche Anregungen und neue Erkenntnisse mit, welche ich in meiner täglichen Projektarbeit mit Kunden unmittelbar umsetzen kann. Besonders dankbar bin ich Ihnen für die Struktur der einzelnen Kapitel mit den Zusammenfassungen und den wertvollen Hinweisen jeweils am Ende jedes Kapitels.

Das Lesen Ihres Buches hat sehr viel Spaß gemacht und ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg!

Viele Grüße


Transition Manager
Frankfurt am Main, 
26. November 2017

 

Neuveröffentlichung: "Agil verhandeln mit Telefon, E-Mail, Video, Chat & Co"

Wie lassen sich Verhandlungen professionell und agil aus der Distanz führen?

Ob am Telefon, via E-Mail, im Online-Chat oder per Videokonferenz, immer mehr Verhandlungen spielen sich jenseits des klassischen Face-to-Face-Formats ab. Nahezu jeder Mitarbeiter muss sich auf wechselnde Settings einrichten. Darüber hinaus sind für die verschiedenen Situationen adäquate und mediengerechte Verhandlungsstrategien erforderlich.

Das Buch liefert Tools und Verhaltenstipps für Verhandlungen via Telefon-, Videokonferenz, E-Mail, Online-Chat und für die Teilnahme an E-Auctions, um gut vorbereitet in jede Verhandlungssituation zu gehen.

Gut vorbereitet in jeder Verhandlungssituation jenseits des klassischen Face-to-Face-Formats! Das Buch liefert Tools und Verhaltenstipps für den cleveren Umgang mit Verhandlungspartnern und bessere Verhandlungsergebnisse.

Was macht dieses Buch besonders?

  • Erstes deutschsprachiges Buch mit diesem Themenzuschnitt
  • Sichere Nutzung von Distanzmedien in Verhandlungssituationen 

Inhaltsübersicht

  • (Start-)Reflexion: Warum agil verhandeln?
  • Telefon: Agil verhandeln am Telefon
  • E-Mail: Agil verhandeln per E-Mail
  • Video: Agil verhandeln in Video-Konferenzen
  • Chat: Agil verhandeln per Chat & Co.
  • Agile Verhandlungsauswertung

Vorwort und komplettes Inhaltsverzeichnis downloaden

Eckdaten

ISBN: 978-3-7910-3823-0
Auflage: 1. Auflage 2017
Umfang: 267 Seiten
Produktart: Fachbuch

Überzeugt? Dann bestellen Sie jetzt! 

Neues Buch: "Agil verhandeln mit Telefon, E-Mail, Video, Chat & Co" - Jetzt vorbestellbar!

Verhandlungen aus der Distanz führen

Ob am Telefon, via E-Mail, im Online-Chat oder per Videokonferenz, immer mehr Verhandlungen spielen sich jenseits des klassischen Face-to-Face-Formats ab. Nahezu jeder Mitarbeiter muss sich auf wechselnde Settings einrichten. Darüber hinaus sind für die verschiedenen Situationen adäquate und mediengerechte Verhandlungsstrategien erforderlich.

Das Buch liefert Tools und Verhaltenstipps für Verhandlungen via Telefon-, Videokonferenz, E-Mail, Online-Chat und für die Teilnahme an E-Auctions, um gut vorbereitet in jede Verhandlungssituation zu gehen.

Gut vorbereitet in jeder Verhandlungssituation jenseits des klassischen Face-to-Face-Formats! Das Buch liefert Tools und Verhaltenstipps für den cleveren Umgang mit Verhandlungspartnern und bessere Verhandlungsergebnisse.

Was macht dieses Buch besonders?

  • Erstes deutschsprachiges Buch mit diesem Themenzuschnitt
  • Sichere Nutzung von Distanzmedien in Verhandlungssituationen 

Eckdaten

ISBN: 978-3-7910-3823-0
Auflage: 1. Auflage 2017
Umfang: 256 Seiten
Produktart: Fachbuch

Vorbestellungen

Die Hierarchiefalle

Autor: Valentin Nowotny

Die hinterlistigste Falle aller Fallen ist die Hierarchiefalle. Sie ist praktisch: Sie löst Konflikte, sie sorgt für Dynamik, sie gibt Sicherheit. Die Hierarchie ist nichts „Gottgegebenes“. Sie entsprang vielmehr einem klerikal-militärischen Denken und später dann der Logik des Scientific Management. Soweit die Theorie.

In der Realität ist die Hierarchie aber limitiert, es stoßen dort hierarchische System schnell an ihre Grenzen. Organigramme sind nicht aktuell, Zuständigkeiten nicht final geregelt. Ein besonders interessantes Merkmal der Hierarchie: Neue Themen fallen einfach untendurch! Wie ein Fisch im Wasser sieht dieser das Wasser nicht. Auch Kultur ist nicht direkt sichtbar, aber sie lässt sich beschreiben. Und sie wird „ge-flur-funkt“ für alle, die sich auf diesen Kanal eingeschossen haben. Besonders dann, wenn es sonst wenig osmotischen Austausch gibt. 

Meine Ausgangsthese ist: Viele Firmen sitzen heute in der Hierarchiefalle fest, denn Hierarchien stoßen heute sehr viel schneller an Ihre Grenzen als bislang angenommen: Aktuelle Themen fallen z.B. durchs Raster, die Motivation geht oft gegen Null. Doch es gibt Möglichkeiten, der Hierarchiefalle zu entfliehen.

In diesem Artikel werde ich die folgenden drei Fragen beantworten:

A. Was ist eine Hierarchiefalle? Woran erkennt man sie?
B. Warum ist eine Hierarchiefalle nachteilig? Was sind die Konsequenzen?
C. Was kann man gegen die Hierarchiefalle tun? Die acht wichtigsten Maßnahmen.
 

A. Woran erkennt man eine Hierarchiefalle?

Die Hierarchiefalle ist ein Kunstbegriff – und gleichzeitig ist sie höchst real! Es gab sie immer schon, jedoch hatte sie noch keinen Namen. Manchmal ist sie offenkundig, manchmal auch unsichtbar. Daher kann sie als besonders tückisch gelten! Anders als eine Mausefalle können Sie diese nicht in einem Geschäft kaufen. Trotzdem ist die Hierarchiefalle etwas, dass immer wieder und an ganz unterschiedlichen Stellen zuschnappt. Die Konsequenzen werden oft unterschätzt, zum Teil massiv.
 

Praxis in vielen Unternehmen

Was passiert in vielen Unternehmen: Die Mitarbeiter orientieren sich an dem, was „von oben“ kommt. So sind sie erzogen. Und so war es auch einmal zielführend. Wenn ich als Unternehmer sehr genau weiß, wo ich hin will, dann brauche ich nur noch die „Helping Hands“, die tatkräftige Unterstützung derer, die meinen Willen ausführen. Je präziser, desto besser!

Vor kurzem war zu lesen: „Der Henkel-Chef tritt ab“. Waren das nicht einmal Könige, die abgetreten sind? Hatten diese nicht die Zügel fest in der Hand? Waren diese nicht Spieler, die ihre Marionetten „herumgeschoben“ haben?
 

Oftmals werden archaische Muster bedient

Abtreten bedeutet international, dass ein Gebiet durch einen völkerrechtlichen Vertrag abgetreten wird. Die Lufthoheit wird abgegeben, ein Koloss geht unter. So oder ähnlich ist das Vokabular, wenn ein großer Wirtschaftsführer „abtritt“.

Was sagt uns das? In alle Köpfen gibt es ein offenbar mehr oder minder archaisch verankertes Verständnis von Führung, das da ist: Einer sagt etwas und die anderen setzen um. Autoritäre Führung ist längst out. Ist sie nicht, sage ich. Vielfach tritt sie nur gut verpackt auf in Form eines flauschigen Hermelinmantels.

Frühere Machtsymbole wie die Krone, Zepter, die sechsspännige Kutsche, sind subtiler geworden. Aber sie sind da! Die Machtmittel der heutigen Zeit: Urlaubanträge verschleppen, notwendige Strukturveränderungen aussitzen, abgesprochene Gehaltsanpassungen verschieben. Aber auch Zielvorgaben erhöhen, subtil Druck in Meetings ausüben und unendlich viele Hintertürchen offenhalten. Es gibt noch eine ganze Menge mehr…
 

B. Was sind die Konsequenzen, wenn eine Organisation in der Hierarchiefalle festsitzt?

Auf den ersten Blick scheint es legitim: „Ober sticht unter, so ist das nun mal!“. Aber zu welchem Preis?  Zum Beispiel frustrierte Mitarbeiter und eine gelähmte Organisation. Die wirklichen Potenziale werden nicht genutzt, alles muss durch ein Nadelöhr. Uns Sie wissen ja: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher in den Himmel“. Also: Es dauert und dauert, und dauert…

Bilden Sie einmal Kennzahlen für zentrale Personal-Prozesse: Wie lang dauert eine interne Neubesetzung? Wie lang dauert es, einen neuen Arbeitsplatz einzurichten? Wie lange dauert es, bis Sie eine Budgetfreigabe erhalten? Wie schnell kriegen Sie eine Teammoderation realisiert? Warum so lange? Und was bleibt dabei alles auf der Strecke? Eine ganze Menge!

Die drei wichtigsten Konsequenzen der Hierarchiefalle:

  1. Motivation geht gegen Null: Niemand übernimmt mehr Verantwortung. Die Motivation sinkt.
  2. Time-to-Market ist stark reduziert. Innovationen nehmen ab und dauern viel länger als früher.
  3. Das Arbeitgeberimage leidet. Neben dem Mammon gibt es nicht was wirklich attraktiv erscheint. 

 

C. Was kann man gegen die Hierarchiefalle tun?

Ich möchte Ihnen hier die acht wichtigsten Maßnahmen vorstellen, um der Hierarchiefalle zu entfliehen:
 

1. Mit Moderationsmaterialien arbeiten

Wenn Sie sich als Unternehmen aufmachen in die agile Welt, werden Sie sehr schnell feststellen, ob Sie über Strukturen verfügen, die das überhaupt zulassen. Ich habe einmal in einer Firma gearbeitet mit ca. 50 Mitarbeitern. Einen Besprechungsraum gab es nicht. Wenn etwas zu besprechen gewesen wäre, dann hätte man das doch beim Chef machen können. Dort war schließlich genug Platz! 

Agile Methoden brauchen Orte, wo sich regelmäßig und auch spontan schnelle Meetings machen lassen. Mit freien Wänden und mit leicht beschreibbaren Boards ausgestattet. Und Materialen, mit denen man Idee festhalten und Gedanken visualisieren kann. Wenn dann agile Ansätze wie Kanban oder Design Thinking ausprobiert werden, dann gibt es immerhin schon eine Infrastruktur. Ein erhöhtes Passagieraufkommen erfordert einen Ausbau der Flughäfen, ein erhöhtes Aufkommen an Denkaufgaben den Ausbau der Meetinginfrastruktur.
 

2. Neue Kreativitätstechniken ausprobieren

Wenn Sie also genügend Platz haben, dann geht’s schon mal los mit der Frage: Darf ich denn überhaupt ein Meeting einberufen? Für viele eine Selbstverständlichkeit, woanders schlicht und ergreifend Chef-Sache! 6-3-5 für einen neuen Projektnamen. Der morphologische Kasten für eine neue bislang unentdeckte Produktvariante oder die sechs Denkhüte von de Bono, um eine Idee für ein neues Geschäftsfeld wirklich gut und umfassend im Team zu durchdenken. Was hält Sie davon ab? Wenn es der Chef ist, dann machen Sie ihm klar, dass er dadurch vieles an Engagement und Eigeninitiative zunichtemacht, wahrscheinlich ohne das in dieser Form tatsächlich zu beabsichtigen. 

Sorgen Sie dafür, dass auch Chefs positive Erfahrungen mit Kreativitätstechniken machen können. Für Chefs ist oft wichtig, dass auch wirklich was rauskommt. Ein Aha-Erlebnis entsteht. Gut ist es, z.B. zwei Brainstorming-Sitzungen an zwei unterschiedlichen Tagen anzuberaumen und etwas Zeit dazwischen vorzusehen. Die besten Gedanken kommen nämlich nicht dann, wenn sie kommen sollen, sondern meinst irgendwann dazwischen. Ein erstes Meeting „regt an“, ein zweites „fängt ein“ und schon kommt an in der Gruppe zu richtig guten, neuen und je nach Methode auch auf die eine oder andere Weise sinnvoll strukturierten Ergebnisse.
 

3. Exkursionen unternehmen

Hätten Sie nicht mal Lust auf eine Safari? Die „Big Five“ in freier Natur erleben? Ich meine das jetzt mal in Bezug auf interessante Methoden, sagen wir mal „Scrum“, „Kanban“, „Design Thinking“, „Agile Games“ oder „Retrospektiven“. Wer das noch nicht kennt, tut gut daran, es sich einfach einmal „live“ anzuschauen. Exkursionen in andere Gewässer sind da ein probates Mittel. 

Eine Weiterbildungsuniversität in Berlin führt mit Ihren berufstätigen Studierenden regelmäßige internationale „Field Trips“ durch. Die deutsche Politik unternimmt in Begleitung von Wirtschaftsvertretern neben dem Aspekt der Geschäftsanbahnung Reisen, um die wirtschaftlichen Bedingungen in anderen Ländern kennen zu lernen. Das Silikon Valley in Kalifornien ist eine gerne besuchte Inspirations-Region. Und auch in Deutschland gibt es mittlerweile einen „Startup-Tourismus“, bei dem Vertreter etablierter Unternehmen den Geist der Durchstarter vor allem in den neuen globalisierten Webwelten bestaunen möchten. Ich habe selbst als Trainer und Moderator immens profitiert, als ich bei einem großen Unternehmen eine interne Trainerausbildung durchlaufen habe und dort bei ganz unterschiedlichen Trainern hospitieren durfte!


4. Einen Psychologen fragen

Ich war schon sehr erstaunt – und gleichzeitig sehr neugierig – als ein befreundeter Personaler mit einem ganz speziellen Auftrag auf mich zukam. Einfach einmal mit einer Handvoll Mitarbeitern in einem bestimmten Unternehmensbereich Interviews führen und ein-, zwei Maßnahmen empfehlen, die das Zusammenspiel im Team verbessern würden. 

Aus dem Dutzend Interviews wurden dann 24 und Maßnahmen hatte ich seinerzeit sieben vorgeschlagen. Hiervon wurden dann immerhin drei umgesetzt. Und natürlich hat diese Analyse dann zu sehr viel Feedback und neuen Perspektiven im Unternehmen geführt. Die Sichtweise „Die da oben werden es schon wissen!“ wurde abgelöst zugunsten einem „Nur zusammen kriegen wir die Qualitätsthemen wirklich in den Griff!“.


5. Mobile Echtzeit-Technologien einsetzen

Wenn Sie über ein System verfügen, dass Kundenkontakte allen - für die das relevant ist - tatsächlich in Echtzeit zugänglich macht, dann lässt sich über „die Hierarchie“ sehr viel schwerer die „Informationsmacht“ ausspielen. 

Der alte machtpolitische Ablasshandel „Ich weiß etwas das du nicht weißt. Und wenn ich es dir auch sagen soll, dann machst du vorher für mich A, B und C!“ läuft so ins Nirwana. Gott sein Dank!


6. Anwendergruppen etablieren

Anwendergruppen sind eine repräsentative Gruppe derer, die die am Ende zum Beispiel mit einem System, einer Software, etc. arbeiten müssen. Diese sind in aller Regel inhaltlich interessiert und haben keine Veranlassung machttechnisch mit Dingen umzugehen, denn es geht ja um die eignen Werkzeuge! 

Dennoch werden diese Gruppen, z.B. in der Softwarenentwicklung, viel zu selten eingebunden. Warum? Weil es sich aus Sicht des ein oder anderen Verantwortungsträgers „außerhalb der Hierarchie“ abspielt, ist das dann irgendwie „verdächtig“. Schade, denn dies macht faktisch-praktisch wirklich Sinn!


7. Reflexionsschleifen einführen

Viele Instrumente wie z.B. Open Space oder kollegiale Teamberatung funktioniere oder Mentoren-Systeme funktionieren außerhalb der Hierarchie. Auch ein Workshop, in den wirklich Feedback gegeben wird und Teams über sich selbst reflektieren können, kann eine Organisation stark nach vorne bringen. 

Das Problem: Es gibt häufig kein Bewusstsein dafür, wie wertvoll so etwas für die Weiterentwicklung einer Organisation sein kann. Die Folge: Es passiert leider nix. Und wenn’s dann doch passiert, dann ist es oft zu spät, die Konflikte sind dann manchmal tatsächlich mit „Bordmitteln“ nicht mehr lösbar.


8. Mitarbeiter auf allen Ebenen befähigen

Vertrauen in Mitarbeiter hat natürlich auch viel mit dem Zutrauen zu tun. Wenn Sie z.B. in einem Startup als Chef „tolle Leute“ habe, diese aber sagen wir einmal in einer internationalen Vertragsverhandlung „versagen“, dann hat das damit zu tun, dass die Leute zwar vielleicht „toll“ sind, ihnen aber vielleicht die notwendigen Erfahrungen fehlen. Dies lassen sich zwar nicht vollständig kompensieren, doch ein intensives und lebensnahes Verhandlungstraining z.B., in dem die Sequenzen aufgezeichnet, wiedergegeben und „rückgemeldet werden, bringt auch jüngere Mitarbeiter oft ganz schön weit nach vorne. 

Das Motto lautet daher: Training, Training und Training. Und es ist ganz normal, dass manches, das wichtig ist, redundant angelegt werden muss. Der Hinweis „Dieses Seminar-Thema haben Sie doch bereits vor sieben Jahren belegt“ hilft jemandem, der – sagen wir seit kurzem harte internationale Preisverhandlungen führen muss – definitiv nicht weiter!


Fazit: Gehirn, Seele, Herz und gute Nerven zusammenbringen

Oftmals geht es darum, die eigenen Ressourcen besser zu nutzen. Wie oft steht eigentlich der Meetingraum frei? Und was könnte man alles Sinnvolles mit dieser „Ressource“ machen? Fragen Sie am besten einfach direkt die Anwender. Oder müssen Dinge von Menschen entschieden werden, denen man zwar hierarchisch diese Aufgabe zuweisen kann, die es aber inhaltlich nur sehr schwer beurteilen können? 

In einem klassisch-hierarchischen Unternehmen verschwinden morgens alle in Ihren Zimmern. Die Türen öffnen sich vorzugsweise nur mittags und zum Feierabend. Und natürlich wenn ein Meeting ansteht, zumeist das Status-Meeting mit dem Chef, wöchentlich, monatlich... Ergänzend gibt es noch das direkte Gespräch mit dem Chef, einmal im Jahr. Das war’s! So muss das aber nicht laufen. 

Wer Führung einmal anders machen will, der braucht Hirn („Welche Konzepte sind brauchbar?“), Seele („Wie gelingt es, Menschen zusammen arbeiten zu lassen?“), Herz („Was finde sich selber gut?“) sowie gute Nerven („Wo kann ich vertrauen?“, „Wo muss ich eingreifen?“). Klaus Schwab, Gründer des Weltwirtschaftsforums, sagte einmal "Zu einer wahren Führung gehören vier Zutaten: Gehirn, Seele, Herz und gute Nerven." (Zitat der Woche WiWo, 26.1.2015, S. 106). 

Beginnen wir mit dem Gehirn: Wenn Sie in der Hierarchiefalle stecken, Sachverhalt einfach nüchtern anerkennen! Weiter geht's mit der Seele: Was ist ihr tiefes, eigentliches Verständnis, wie Menschen miteinander arbeiten und umgehen sollten? Sondieren Sie das einfach mal in Ruhe aus! Dann folgt das Herz: Machen Sie beherzt das, was Sie für richtig halten. Wenn es für Sie agile Methoden sind, dann ist das so. Wenn es klassische Formen der Personalentwicklung sind, z.B. eine Teamklausur, dann ist dies sicher auch ein Weg. Auf geht’s! Und schließen wir mit den guten Nerven: Die brauchen Sie immer und bei Veränderungen umso mehr.
 

Seminarempfehlung & Buchtipp

Semiarempfehlung: "Workshop Agiles Arbeiten" mit Alexander Schaaf & Valentin Nowotny. Der zweitägige Power-Workshop "Agile Practitioner BIG FIVE: Scrum, Kanban, Daily Standup, Retrospektiven und Design Thinking." Neue Formen des Arbeitens und Lernens können riesig Spaß machen. Hier geht's zur Buchung!

Buchtipp: "Agile Unternehmen: Fokussiert, schnell, flexibel. Nur was sich bewegt, kann sich verbessern" von Valentin Nowotny ist der aktuelle Business-Bestseller aus dem BusinessVillage Verlag zum Thema Agiles Management und agile Methodenwelten. Mit einem psychologischen Blick auf die Wirkmechanismen werden alle relevanten agilen Konzepte auf 396 Seiten umfassend dargestellt und erlauben eine schnelle und unterhaltsame Orientierung. Neugierig? Jetzt hier bestellen!

Buchtipp: "Führungsaufgabe Change: Eine Roadmap für Führungskräfte in Veränderungsprozessen"

Ulrich Grannemann und Hagen Seele haben mit „Führungsaufgabe Change“ ein bemerkenswertes Buch vorgelegt: selten geht ein Buch so präzise und radikal mit der eigenen Zielgruppe um: nein, nicht „irgendwer“ wird angesprochen, sondern ausschließlich Führungskräfte, und zwar ganz konkret die Abteilungs-, Team- und Gruppenleiter.

Die zentrale These von Grannemann & Seele ist: Change Projekte scheitern in der Regel nicht an den Konzepten oder an der Strategie, sondern zumeist am Versagen der operativen Führung! Das ist für die angesprochenen sicher nicht schmeichelhaft, legt jedoch trotzdem den Finger in die Wunde, und zwar dort wo es wehtut!

Das Buch räumt auf mit weit verbreiteten Mythen rund um das Thema „Change“: Oft ist das operative Management genauso (oder sogar noch stärker überfordert), wenn es darum geht, einen erfolgreichen Change zu gestalten als es die Mitarbeitenden sowie schon sind. Diesen Umstand beschreiben Grannemann & Hagen sehr eindringlich, aber Sie bleiben hier nicht stehen.

Stattdessen geben sie der Führungskraft eine Reihe von äußerst wirksamen und gut durchdachten Tools an die Hand, die geeignet sind, einen Change-Prozess in tatsächlich nachhaltiger Weise zu unterstützen. Das Ziel: jeder Mitarbeiter, jeder Mitarbeiterin soll auch während und nach den Veränderungen ein „gesunder Handlungsstrang“ (S. 17) möglich sein. Dieser ist nach Granneman & Selle immer aus den vier Elementen „Ziele“, „Aufwand“, „Belohnung“ sowie „Sinn und Nutzen“ zusammengesetzt. Aufgabe von Führung ist es, diesen Prozess konstruktiv zu bearbeiten, so dass für jeden der Mitarbeitenden jederzeit eine solche positive Perspektive möglich ist.

Wer das lange und wichtige erste Kapitel wirklich verstanden hat, der freut sich dann umso mehr auf die versprochene Roadmap zur Führung von Veränderung (ab S. 51). Hier wird in fünf Schritten dem Leser all das zur Verfügung gestellt, was er oder sie wirklich benötigt, um die Veränderungs-Reise auch wirklich erfolgreich durchschreiten zu können:

Step 1: Die Veränderungsfähigkeit erhöhen
Step 2: Die Veränderung verstehen
Step 3: Von Beteiligten zum Besitzern des Neuen
Step4: Die notwendigen Ressourcen
Step5: Kennzahlen, Kurzberichte und Konferenzen

Was Ulrich Grannemann & Hagen Seele dann an Tools herbeizaubern ist bestechend und einzigartig. Hier einige Beispiele:

Sensibilisierung des Teams mit Kurzszenarien (Step 1), der Veränderungs-TÜV zur Akzeptanz-Abschätzung (Step 2), die Aufgabeninventur inkl. „EuV“, einer Entscheidungs- und Verantwortungsrechnung (Step 3), die Prozess-Funktions-Landkarte (Step 4) sowie die Veränderungsuhr (Step 5).

Ein Ausblick über agiles Veränderungsmanagement runden diesen sehr gelungene Buch ab.

Alles in allem eine Pflichtlektüre für alle verantwortungsvollen Führungskräfte, die es sich nicht nehmen lassen möchten, auch eine herausfordernde Change-Aufgabe so anzugehen, dass diese von Erfolg gekrönt sein wird!, und die sich ihren Change-Herausforderungen wirklich stellen möchten!

 

Quelle:

Grannemann, Ulrich & Seele, Hagen (2016): Führungsaufgabe Change: Eine Roadmap für Führungskräfte in Veränderungsprozessen. SpringerGabler. ISBN: 978-3-658-09859-9.

 

Nur was sich bewegt, kann sich verbessern

Der Satz „Nur was sich bewegt, kann sich verbessern“ kommt scheinbar harmlos daher. Es ist der Untertitel meines neuen Buches „Agile Unternehmen: fokussiert, schnell, flexibel“. Viele lesen diesen Satz als: „Nur was sich bewegt, kann sich verändern“. Das ist bekannt und geläufig Und es scheint einleuchtend, ist es jedoch nicht. Es ist sogar falsch! Ein Apfel, der von innen heraus verfault bewegt sich nicht, dennoch verändert er sich!

Ich sage also: „Nur was sich bewegt, kann sich verbessern“. Ist das nun richtig oder vielleicht ebenso falsch? Schauen wir doch einmal etwas genauer hin: Ein Weitspringer spring jedes Mal ein bisschen weiter, weil er sich immer wieder neu bewegt, also übt und neues ausprobiert. Ein Vogel fliegt jedes Mal ein bisschen höher, weil er sich im Flug perfektioniert. Eine Schwimmerin schwimmt jedes Mal ein bisschen schneller, da sie an ihrer Performance arbeitet. Ein Iron-Man ist vor jedem erneuten Lauf vermutlich ein bisschen fitter, ein bisschen besser trainiert als das letzte Mal, muss er auch, sonst würde er vermutlich nicht antreten, die Konkurrenz schläft nicht!

Und schauen wir auf die Erde, diese dreht sich täglich. Nur so kann der Rhythmus von Tag und Nacht, die Gezeiten, das Wetter und andere Mechanismen wie der Schlaf- und Wachzustand von Menschen und Tieren überhaupt in Gang gehalten werden. Und würde die Erde aufhören sich zu drehen, dann würde sie vermutlich runterfallen. Oder etwa nicht? ;-) Humor ist auch so etwas: immer wieder neu und irgendwie überraschend muss es schon sein, sonst entlockt es uns nur ein müdes (unbewegliches) Lächeln! Die Musik im Radio, immer wieder neu gemixt, bewegliche Kombinationen aus einem riesigen Set an Möglichkeiten!

Und schauen wir in die Wissenschaften. In der Physik werden immer wieder neu Elektronen bewegt, zum Beispiel am Deutschen Elektronen Synchrotron (DESY) tief unter der Erde in Hamburg, um das, was die Materie zusammenhält, zu verstehen. Die Jahreszeiten, seit immer schon verbunden mit Bewegung und Veränderung, das auf und ab der Welle. Der Wald, die Flora und Fauna sind ebenfalls ständig in Bewegung. Das Öko-System reagiert auch menschliche Eingriffe oft erstaunlich schnell! Schon nach wenigen Jahrzehnten sind sogar ehemalige verfallen Bauwerke nicht mehr zu erkennen.

„Leben“ so ist bei Wikipedia zu lesen „ist der Zustand, den Lebewesen gemeinsam haben und der sie von toter Materie unterscheidet“. Damit beschreibt die Biologie das Leben qua Definition etwas Bewegtes! Auch der Prozess der Evolution führt durch eine immer wieder neue Zusammenstellung der DNA zu neuen Kombinationen, manchmal durch Einwirkung von außen oder durch Zufall auch zu Mutationen, und damit in jedem Fall zu Veränderungen, manchmal auch zu Verbesserungen.

Würde sich hier nichts ändern, blieben Pflanzen, Tiere und auch Menschen immer gleich, so lange, bis sie nicht mehr mit einer sich verändernden Umwelt umgehen können und dann aussterben. Unbeweglichkeit führt also zu einer deutlichen Verschlechterung der Situation. Stillstand ist Rückstand heißt es ja auch nicht zu unrecht.

Und schauen wir auf den Grund, auf die Tektonik unsere Seele. Die Tiefenpsychologie legt nahe, dass die Krise, die wir durchlaufen müssen, vielleicht auch deswegen da ist, damit wir lernen. In der Welt der persönlichen Beziehungen ist es ähnlich: Ist es bei Ihnen nicht so, dass Freunde kommen und Freunde gehen, nur manche jedoch bleiben bestehen, aber auch diese verändern sich durch Bewegung, vielleicht von einem Ort zum nächsten, von einem Partner zum nächsten. Verbessern sie sich dadurch? Wir hoffen es für sie! Every Movement is a Challenge!

„A movement must be public, because followers emulate followers not the leader“ sagt Derek Sievers in seinem berühmten auf Yotube knapp vier Millionen Mal abgerufenem Video „First Follower: Leadership Lessons from Dancing Guy“ (vgl. Sievers, 2010).

Auch die Städte sind in Bewegung, neu angesagt und richtig hip ist in New York das ehemals gefährliche „Harlem“, ähnlich „Neukölln“ in Berlin: das früher als wenig attraktiv geltende Neukölln ist plötzlich richtig en vogue, die anderen Stadtteile müssen sich umsehen, sich bewegen, sich verbessern! Ich habe noch das Lied von den Dire Straits im Ohr, dass von der Entwicklung einer ganzen Region erzählt: „Telegraph Road“. Die Siedler kommen, auch die Industrie, die Autobahnen und mit ihr der Stau. Wenn sich zu viele Bewegen wird’s eng!

Auch die Mode, ihre Farben und Formen kommen, inzwischen mehrmals im Jahr. Top Handys wie die von Nokia werden einfach abgelöst. Apple hat die Tastaturen mit dem iPhone einfach abgeräumt, und die Finnen haben zur Kenntnis genommen, dass Handys auch ohne Tastatur funktionieren. Unbewegt, ohne eine Alternative, kraftlos, ohne eine neue eigene wirksame Bewegung.

 „Nur was sich bewegt, kann sich verbessern“. Sind es nicht immer Bewegungen und Wellen die uns wachhalten? Neuerdings Gravitationswellen. Auch jede sprichwörtliche „Sau, die durchs Dorf getrieben wird“ verspricht zumindest neue Bewegung. Und Menschen, die mit ihrem Personal Trainer an Ihrer Gesundheit arbeiten lassen auch nichts unversucht: Das Fitnessband, die Laufstecke, der Trainingsplan, alles wird an die aktuelle Trainingssituation angepasst!

Konkret gemacht…

Und was bedeutet ganz konkret für Organisationen, für die Unternehmen in diesem Land? Klar, die müssen ebenfalls in Bewegung bleiben: Manche tun das gezwungenermaßen wie VW. Nach dem Skandal wurde erstmals öffentlich über autoritäre Managementstrukturen gesprochen. Spät, wahrscheinlich jedoch nicht zu spät! VW Aktien und auch die (Überlebens-) Prognosen für das Unternehmen verbessern sich langsam. Andere entscheiden sich, proaktiv in Bewegung zu gehen, eine neue sinnhafte Veränderungsrichtung aufzunehmen.

Aber wie genau sollte eine Organisation dies angehen, sich proaktiv in eine sinnvolle Bewegungsrichtung zu bringen?

Nun, mit einer ganzen Palette von agilen Methoden und Vorgehensweisen wäre dies sehr gut möglich (vgl. Nowotny, 2016). Und auch die Führungskräfte müssen sich dann natürlich auf Veränderungen einstellen (vgl. Grannemann & Seele, 2016). Agile Moderation (vgl. Stach, 2016) kann diese Wandlungsprozesse noch unterstützen. Inzwischen gibt es auch eine Reihe von Selbstcoaching-Tools, welche die Zusammenhänge zwischen Denken, Fühlen und Handeln konstruktiv bearbeitbar machen (vgl. Sander, 2016).

Die agile Methodenwelt umfasst agile Werte und Prinzipien, Scrum, Kanban, Design Thinking, Lean-Startup, Agile Games, Retrospektiven und mehr. An dieser Stelle möchte ich kurz und beispielhaft ein Tool ansprechen, dass ich selbst zu Teamentwicklung schon mehrfach eingesetzt habe. Das agile Spiel „Papierflieger bauen“ (vgl. Nowotny, 2016, S. 206 f.) verlangt von einer Personengruppe aus einfachen DIN-A4-Blättern in einer bestimmten Zeit Flieger aus Papier zu bauen und diese dann auch über eine Mindestdistanz fliegen zu lassen. Die Herausforderung: Das Spiel wird nicht nur einmal gespielt, sondern immer wieder. Das Zusammenspiel der Gruppe als auch das „Ergebnis“ wird stetig besser, denn die Gruppe bleibt in Bewegung und lernt!   

Change-Tools für Führungskräfte umfassen idealerweise eine Sensibilisierung des Teams mit Kurzszenarien, einen Veränderungs-TÜV zur Akzeptanz-Abschätzung, eine Aufgabeninventur inkl. „EuV“, einer Entscheidungs- und Verantwortungsrechnung, eine Prozess-Funktions-Landkarte sowie eine Veränderungsuhr (vgl. Grannemann & Seele, 2016).

Innovative Moderationsmethoden sind z.B. das Lean-Coffee, ein agendafreies Meeting-Format, das sich mit den drei Kategorien „to discuss“, „discussing“ und „discussed“ einer einfachen Kanban-Logik bedient. Die Zeit für die Diskussion ist limitiert, über eine Verlängerung entscheiden die Teilnehmenden mit „Daumen rauf“ (Stach, 2016, 190 f.).

Interessante Selbstcoaching-Ansätze ergeben sich aus den fünf Elementen einer erfolgreichen Veränderung: Visionen/Ziele, Werte/Haltungen, Kohärenzgefühl, Rapport sowie dem Systemdenken (Sander, 2016, S. 145). Wenn man echte und schlechte Ziele unterscheidet, wie Sander dies tut, dann wird klar, was von Führungskräften alles zu leisten ist: Somatische Marker und sinnesspezifische Aufladung von Zielen sind hier wertvolle Stichworte!

Was müssen Organisationen tun, um auch in Zukunft wandlungsfähig zu bleiben? Bei Perkams & Sörensen (2016) finden sich wichtige Hinweise in Bezug auf die Art der Wissensweitergabe: Nur, wenn informelles Wissen auch tatsächlich in ausreichender Form „zirkuliert“, kann eine Organisation sich auch wirklich verbessern! Flurfunk als Verstärker und unterstützendes Element einer positiven Veränderungsdynamik!

„Jeder möchte die Welt verbessern und könnte es auch - wenn er nur bei sich selber anfangen würde“ – sagte schon der 1897 im österreichischen Bad Gastein geborene Schriftsteller Karl Heinrich Waggerl. Nur zu wahr! Wann ist Ihre Organisation bereit, sich intensiv zu bewegen, die Herausforderungen anzunehmen und sich so in der Folge nachhaltig zu verbessern?

 

Quellen

Grannemann, Ulrich & Seele, Hagen (2016): Führungsaufgabe Change: Eine Roadmap für Führungskräfte in Veränderungsprozessen. SpringerGabler. ISBN: 978-3-658-09859-9.

Nowotny, Valentin (2016): Agile Unternehmen: Fokussiert, schnell, flexibel. Nur was sich bewegt, kann sich verbessern. BusinessVillage. ISBN:  978-3-86980-330-3.

Perkams, Katja & Sörensen, Torsten (2015): Wissensmanagement und Organisationale Resilienz: Wissen ist Kraft. Verlag Dr. Kovac. ISBN: 978-383008-688-1

Sander. Constantin (2016. 4. Aufl.): CHANGE! Bewegung im Kopf. Mit neunen Erkenntnissen aus Biologie und Neurowissenschaften. BusinessVillage. ISBN: 978-3-86980-013-4.

Sievers, Derek (2010): First Follower: Leadership Lessons from Dancing Guy. Youtube-Video vom 11.02.2010. URL: https://www.youtube.com/watch?v=fW8amMCVAJQ

Stach, Michaela (2016): Agil Moderieren: Konkrete Ergebnisse statt endloser Diskussion. BusinessVillage. ISBN: 978-3-86980-332-6.

  

 

 

Leseprobe zum Buch "Agile Unternehmen"

Hier finden Sie eine aktuelle Leseprobe zu dem neunen Buch "Agile Unternehmen" von Valentin Nowotny, dass die Welt der agilen Methoden aus psychologischer Sicht beschreibt, erläutert und analysiert:

Aktuelle Leserstimmen:  

"Cooles Buch!",
"Ein tolles Buch!"
"Sehr inspirierend! :-)",
"Tolles Thema: Gratulation!", 
"Auch der Duz-Quotient ist super!", 
"Mir gefällt Ihr Buch - super Einführung!"
"Sehr anschaulich mit vielen Praxis-Tipps!", 
"Super geschrieben: gewitzt + kenntnisreich zugleich!", 
"Eine sehr gute Einführung und ein wunderbarer Überblick!", 
"Ich hoffe, das Buch bekommt rasch die ihm gebührende Verbreitung!", 
"Ich habe das Buch letzte Woche gelesen und konnte es jetzt schon zwei mal einsetzen!". 

ProjektMagazin schreibt:

"Das Buch 'Agile Unternehmen: Nur was sich bewegt, kann sich verbessern' richtet sich an alle, die sich einen kompakten Überblick über agile Herangehensweisen verschaffen wollen. Dabei wird sowohl auf die agilen "Klassiker" wie etwa Scrum oder Kanban eingegangen als auch auf Themen wie Design Thinking, Lean-Start-up, Komplexität und Agile Transition. Da der Autor Valentin Nowotny zu jeder agilen Arbeitsweise Denkfallen aufzeigt, weiß der Leser schon im Vorfeld, welche Fehler er vermeiden kann. Auch die unternehmenskulturellen Veränderungen werden vom Psychologen Nowotny intensiv beschrieben, wodurch sich das Buch von anderen rein auf Rollen, Artefakten und Meetings fokussierten Werken unterscheidet."

Der Autor des inspirierenden Titels "Change! Bewegung im Kopf" Dr. Constantin Sander sagt zu diesem Buch:

"Agile Unternehmen sind derzeit ein Trendthema. Valentin Nowotny hat dazu ein bemerkenswertes Buch vorgelegt, das genau zur richtigen Zeit kommt. Wer es in die Hand nimmt, legt es so schnell nicht wieder weg. Dem Autoren gelingt es vorzüglich, mit Fachkunde, Erfahrung und Weitsicht die Methoden und Hintergründe agilen Managements darzustellen. Kurzweilig und fesselnd. ... 'Agile Unternehmen' ist alles in allem ein Buch, das bei jeder innovativen Führungskraft unter das Kopfkissen gehört."

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Printversion:

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eBook:

Auch als PDF-E-Book ist dieses Buch erhältlich, z.B. bei BusinessVillage