Reisebericht

Ohh wie schön ist Panama: der Kanal und die Entwicklung (Teil 5)

Die Stimmung stimmt und gepaart mit Know-how, das von vielen Seiten hereingetragen wird, entstehen neue Angebote und es wächst ein kleines mittelamerikanisches Wirtschaftswunder heran, wie wir es in den letzten fünf bis zehn Jahren vielleicht in Dubai gesehen haben

Interessant ist, dass es zwar die sichtbare Ansicht gibt, in die Infrastruktur zu investieren, so wird hier zum Beispiel die „Panamerikana“, die fast Gesamt Mittel- und Südamerika durchziehende Schnellstraße sowie die Hauptstadt Panama City von der Immobilienseite als moderne Skyline mit entsprechenden Wolkenkratzern ausgebaut, einen Masterplan gibt es in dieser noch jungen Demokratie jedoch offenbar nicht.

Auch wird der Panama-Kanal für Container-Schiffe der Mega-Klasse ausgebaut und Colon auf der Nordseite des Panama-Kanals ist mit über 1.500 ansässigen Firmen der größte Freihafen der Welt. Es gibt hier wenig Überkommenes, Unternehmen werden hier von In- und Ausländern nach „modernen“ Gesichtspunkten gestaltet.

Viele helfen mit, haben eine gemeinsame Vision, etablieren mit wenig „Ballast“ neue funktionierende Strukturen, es ist hier eine leichte und sehr bewegliche Art neue Aktivitäten und Geschäftsfelder zu entfalten. Europa muss sich auf neue Herausforderungen einstellen. Für viele, die hier ihre „Opportunities“, also ihre persönlichen oder geschäftlichen Chancen nutzen, ist Europa, speziell die deutschsprachigen Länder zu starr, zu unbeweglich, zu wenig flexibel, wenn es um das Ergreifen von Chancen geht. 

Oh, wie schön ist Panama: ein Reisebericht - Las Lachas und Santa Catalina am Pazifik (Teil 4)

Charles Darwin in Deutschland zu zitieren ist nicht einfach. Der Selektionsgedanke der Nazis ist noch zu nah. Unabhängig davon hat Darwin mit seinen Evolutions-Prinzipien Geschichte geschrieben: „It is not the strongest of the species that survives, but the most adaptable.“ Eine fortwährende evolutionäre Anpassung war der Grundgedanke von Darwin. Wenn man sich in Panama oder auch Costa Rica aufhält versteht man vieles besser, was Darwin hier im Pazifischen Raum und auf den Osterinseln beobachtet hat:

  • Die Vögel sehen nicht nur anders aus, sie fliegen auch ganz anders als die Europäischen Arten.
  • Schwarze Skorpione gibt es hier wirklich, und sie beißen auch, in einigen Fällen durchaus tödlich.
  • Schwimmende Schildkröten erfreuen sich ihres Lebens und können in Tauch- oder Schnorchel-Gängen besichtigt werden.
  • Krebse kriechen über Inseln, und zwar in einer Zahl und Wuseligkeit, als hätte die Insel nie ein Mensch betreten.

Und "bewegt" geht es hier auch zu: Heiße Latino-Klänge machen Busfahrten hier zu einem Gruppenerlebnis und die Lebensfreude ist ansteckend. Kleine schlagkräftige Teams kümmern sich um Touristen oder den Aufbau der Infrastruktur, seitdem Panama im Jahre 1999 von den US unabhängig geworden ist und als Demokratie ohne den Ballast vieler Europäischer und anderer Länder seine Wirtschaft und seinen Tourismus aufbaut.

Wir bestaunen ein Land, dass sich massiv und intelligent entwickelt, und das über eine Unmenge an Naturschönheiten und Lebensfreude verfügt. Las Lachas, 70 Kilometer von David entfernt, mit einem über Dutzende von Kilometer reichenden riesigen und fast unbebautem Strand, St. Catalina mit Zugang zu einem fast noch unberührten Tauschparadies, das im staatlich geschützten Naturschutzgebiet, der Isla Coiba liegt.

Oh, wie schön ist Panama - Ein Reisebericht: Boquete (Teil 3)

Boquete, wörtlich aus der Sprache der Indios übersetzt "ein kleiner Weg" ist ca. 20 km von David entfernt, der zweitgrößten Stadt Panamas, im Westen des Landes gelegen. Boqute liegt in der Provinz Chiriquí und ist ca. 60 km von Costa Rica entfernt.

Ein schönes kleines Städtchen auf 1.100 Metern Höhe über dem Meer mit viel Charm und einer konstanten Themperatur von ca. 25 Grad. Was bringt die Touristen nach Bouquete? Ein deutscher Aussiedler bringt es auf den Punkt: 1. der Vulkan, 2. der Kaffe und 3. der Vogel.

Ad 1: Der Vulkan heißt Barú, ist 3477 Meter hoch und ist von Boquete in einer 7 bis 8 stündigen Nacht-Wanderung zu besteigen, morgen geht dann die Sonne auf und man genießt bei gutem Wetter einen Blick zum Atlantik als auch zum Pazifik: magnífico! 

Ad 2: Die Kaffee-Herstellung in Form von hochwertige Hochlandkaffe kann man auf zahlreichen Plantagen bewundern, wir lernen zum Beispiel die drei Röstungen zu unterscheiden: amerikanisch (leichte Röstung, viel Koffein), französisch (mittlere Röstung, mittleres Koffein) sowie italienisch (starke Röstung, wenig Koffein).  

Ad 3: Der Quetzal ist ein rot-grüner Vogel, der von den Indios verehrt wird, und vorzugsweise auf dem Sendero des los Quetzales (engl. "Quetzal-Trail"), den man an einem Tag gut zu Hälfte begehen kann. Dann empfiehl sich die Umkehr. Außerdem: es empfiehlt sich hier in einer Gruppe laufen

Ansonsten sind in Boqute empfehlenswert der Jardin Encantado, ein künstlerisch angelegter weitläufiger Park, sowie die Brewery mit zehn selbstgeberauten Bieren und abendlichen Blick in den Dschungel. Prost! 

"Oh, wie schön ist Panama" - Ein Reisebericht: Boccas del Torro (Teil 2)

Boccas del Torro, das kommt wörtlich von dem spanischen Ausdruck "das Maul des Stiers" und steht für das aufgewühlte Meer, das es hier zu bestaunen gibt. Diese Inselgruppe in der panamaischen Karibik nicht weit weg von Costa Rica, also im Nordwesten des Landes, man kommt am besten hier hin mit einem Inlandsflug. Die Region ist großartig, karibisch entspannt und trotzdem authentisch und von brachialen touristischen Eingriffen wie das an anderen Stellen der Welt an solch einem Ort zu erwarten wäre, dankenswerterweise nicht betroffen.. 

Die schönen Inseln heißen Isla Colon, Isla Carenero, Isla Solarte und Isla Bastimentos, die Ganze Region nennt sich Bocas del Toro Province. Ein unbeschwertes Leben auf dem Wasser und Traumstrände, jeder anders, jeder wunderschön: sie heißen "Starfish Beach", "Dolphin Bay" und "Red Frog Beach". Die Red Frog Beach, das Gift der roten Frösche nutzen die Ureinwohner für ihre Pfeile, war für uns der zauberhafteste Strand in Boccas del Torro.

Auf der Insel Los Bastimentos und direkt zum am offenen Meer hin gelegen ist es auch der wildeste aller Strände in Boccas und als wir da waren konnten wir eine Brandung genießen, die richtig Freude gemacht hat! Tipp: Die Beine baumeln lassen und einfach einmal Karibik genießen mit Menschen, die hier seit langem in dieser über viele Jahre fast vergessenen Gegend, vielleicht nicht in Saus und Braus, aber vermutlich glücklicher als andere... 

"Oh, wie schön ist Panama" - Ein Reisebericht: Panama City (Teil 1)

"Oh, wie schön ist Panama", das ist der Titel eines Kinderbuchs von Janosch, und das ist das, was viele mit "Panama" verbinden. Ursprünglich heisst "Panama" als indianischer Ausdruck "eine Küste, an der viele Fische zu fangen sind". Inzwischen ist dies jedoch in vielerlei Hinsicht zu verstehen und Panama ist ein Synonym geworden für einen spannenden Mix aus Tradition und Moderne, von Kanal- und Eisenbahn-Nostalgie zum einen und von Wohn-Wolkenkratzern und Banken-Hochhäusern zum andern. 

Panama, welches seit dem 1. Januar 2000 selbst verwaltet ist, und in Colon, auf der Nordseite des Panamakanals mit rund 1.500 Unternehmen die grösste Freihandelszone der Welt betreibt, hat sich freigeschwommen von kolonialen Bevormundungen und blickt selbstbewußt in eine rosige Zukunft. Die Stadt Panama City erzählt diese Geschichte

Eine ganze Reihe Deutsche, Schweizer und Österreicher sind hier unterwegs, manche sind auf Jobsuche, und Jobs gibt es hier viele, z.B. für Bau-Ingenieure und Marketing-Fachleute. Viele Multinationales arbeiten von Panama City aus, und die Infrastruktur des Landes, angefangen mit der Panamericana, die sich von Nord nach Süd zieht bis hin zu den Flughäfen und vielen Gewerbeparks sieht man, dass Panama sich entwickelt. Auch die Bridge of the Americas am Eingang des Panama-Kanals ist längst nicht mehr die einzige Brücke über den Kanal... 

Panama City, ein neues Dubai? Vieles spricht jedenfalls dafür, dass diese Stadt sich weiter entwicklen wird. Der US-amerikanische Doller ist Zahlungsmittel, das macht vieles einfacher. Der Bilbao existiert zwar ebenfalls als Münze (1 Balboa-Münze = 1 Dollar-Schein) und so heißt auch eines von vier sehr gut trinkbaren - und ich möchte hinzufügen aufgrund der tropischen Hitze in weiten Teilen des Landes auch in gut gekühlter Form zwingend erforderlichen - nationalen Biersorten. Das Bier ist also ok, besonders unverwechselbar ist der "Abuelo Rum", der ebenfalls gut gekühlt mit einer Cola und Limette als Cuba Libre ebenfalls ein Lieblingsgetränk von sehr vielen Reisenden darstellt.

Überhaupt, die Reisenden: wir haben fast einen Monat lang mit Reisenden aus sehr vielen europäischen Ländern (z.B. GB, F, ES, P, PL, EST, NL, D, CH, AT, IT) gesprochen, auch mit vielen "Expats", also jene, die Deutschland sonnentechnisch schon seit vielen Jahren den Rücken gekehrt haben. Auch viele US-Amerikaner und Latinos, also z.B. Argentinier oder Chilenen verschlägt, reisen in Panama, und freuen sich über das, was sie dort finden!

Panama City besitzt seit gut einem Jahr die erste und einige Metro in Mittelamerika. Diese ist klimatisiert und dringend erforderlich, da das Verkehrschaos der Wolkenkratzer-Stadt Panama City sonst vermutlich kaum noch zu ertragen wäre. Wer die Grundregeln für Reisende in fremden Ländern beachtet, kann sich auch in Panama City, aber auch in vielen Teilen des Landes recht sicher fühlen, einmal davon abgesehen, dass nicht alle Taxifahrer korrekte Sätze abrechnen und dass es speziell im Süden Richtung Kolumbien Teile des Landes gibt, die man schlicht und ergreifend besser meidet.

Das Casa Viejo, die Altstadt von Panama City wird gerade liebevoll renoviert, was heute in Teilen noch an die zerfallenen Häuserfassaden von Havanna erinnert, wird schon bald ein Schmuckstück der Stadt sein. Und zum Beispiel im Casa Viejo im Design Hotel "Tantalo" absteigt, wie wir es nach dem langen Interkontinentalflug gemacht haben, und dort am Abend die "Roof-Top-Bar" erklimmt. hat einen wunderschönen Blick über die Altstadt und die neue Skyline der Stadt.

Kleiner Tipp am Rande: Einen speziellen Adapter für elektrische Geräte mitbringen oder diesen dann vor Ort erwerben, sonst war's das mit der Nutzung von technischen Kleingeräten wie iPhone, MacBook oder ähnlichem, europäische Elektro-Standards sucht man hier vergebens.

Bald geht's hier weiter mit dem zweiten Teil der Reise: das karibische Inselparadies "Bocas del Toro" im Nordwesten Panamas...